Die Beriberi-Krankheit : eine geographisch-medicinische Studie / von B. Scheube.
- Heinrich Botho Scheube
- Date:
- 1894
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Credit: Die Beriberi-Krankheit : eine geographisch-medicinische Studie / von B. Scheube. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![schiedenen anderen Krankheiten, wie Herz- und Nierenleiden, Rheuma- tismus, Wassersucht u. s. w., zusammengeworfen, so dass es in hohem Grade wahrscheinlich ist, dass allen diesen Schriftstellern die wahre Kakke unbekannt gewesen ist. Wie vielmehr aus zeitgenössischen Schriften geschlossen werden muss, ist dieselbe erst um die Mitte des vorigen Jahrhunderts zum ersten Male in Japan aufgetreten. Da man die Beriberi im fernen Osten schon so lange kennt, liegt die Frage nahe, ob dieselbe auch bereits dem abendländischen Alterthume bekannt gewesen sei. Man ist dieser Frage von verschiedenen Seiten näher getreten. So haben Peuner (263), Meyer-Ahrens (205), Swaving (315) und neuerdings Fiebig (103) bei den alten griechischen und römi- schen Schriftstellern eine Reihe von Stellen gefunden, welche sich auf Beriberi deuten lassen. Namentlich werden zwei Stellen bei Strabo und Dio Cassius, welche sich auf den Feldzug des römischen Heeres unter Aelius Gallus nach Arabien im Jahre 24 v. Chr. G. beziehen, mit der Beriberi in Zusammen- hang gebracht. Dieselben beschreiben die Leiden, von welchen die Sol- daten auf dem Rothen Meere befallen werden. Die Hauptstelle des Strabo lautet (nach Meyer-Ahrens) : „elg yovv rrjv ^svxfjv Kiijf.ir]V xazfjQSv, ijör] aTO/^iaxccxr] ze y.al GKelotVQßj] neLQaCoßivtjg TTjg OTQatiag e7tL%coQLOig na&EOi, tcov f.isv tteqI to ov6f.ia, zcov ös tcsqI xa avielr] ytaQccXvGiv Tiva drjXovvTwv s'-/. re rcov bSgelcov ytal tcov ßoxavCov [er (Gallus) kam also nach Leuke-Kome, als das Heer bereits von Stoma- kake und Skelotyrbe geplagt wurde, einheimischen Krankheiten, indem die einen am Mund, die anderen an den Schenkeln eine gewisse Lähmung zeigten, eine Folge theils des Wassers, theils der Kräuter]. Dio Cassius sagt (nach Meyer-Ahrens): „In Arabiam Felicem, cujus tum rex erat Sabos, exercitura Aelius Gallus Aegypti praefectus adduxit. Cui etsi primo in conspectum nemo prodiret, tamen haud exiguo id iter labore stetit; nam solitudo regionis, sol quoque, et aquae naturae salubres ita eos afflixere, ut major pars exercitus periret. Morbus ipse nulli notorum assimilis caput petebat, eoque exsiccato, multos perimebat statim; qui vero mortem evasissent, iis in crura, salvo quod interjacet toto corpore, transsiliebat, quo ita misere afficiebantur, ut medium nuUum prodesset, nisi quis oleum vino mixtum biberet eoque se in- ungeret: quod sane paucissimis licebat facere, quum neutrum in iis locis nascatur neque ipsi ejus secum copiam attulissent. Die Krankheiten Stomakake und Skelotyrbe sind auch als Scorbut gedeutet worden. Gegen diese Auffassung spricht aber der von Strabo selbst gemachte Zusatz, nach welchem erstere als Lähmung des Mundes, letztere als Lähmung der Schenkel bezeichnet wird, und hiermit steht in Einklang die Erklärung, welche Galenus von der Skelotyrbe giebt, indem er sagt (nach Meyer-Ahrens): „Scelotyrbe species est paralyseos, qua quis rectus ambulare non](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21076649_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)