Prinzipien für die erste Hilfeleistung bei Eisenbahnunfällen nebst Vorschlägen für entsprechende Einrichtungen / von A. Freiherr von Eiselsberg und J. Rosmanit.
- Eiselsberg, Anton, Freiherr von, 1860-1939.
- Date:
- 1913
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Credit: Prinzipien für die erste Hilfeleistung bei Eisenbahnunfällen nebst Vorschlägen für entsprechende Einrichtungen / von A. Freiherr von Eiselsberg und J. Rosmanit. Source: Wellcome Collection.
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![Watto bei weitem vorziizielien, da von dieser leiclit Fasern in der Wunde Zurückbleiben. Sie setzt keinerlei Heizung, schützt sicher vor jeder A ernnreinigung und greift der späteren definitiven AVundversorgung in keiner AVeise A'or. ln welcher Form soll nun die hydrojüiile Gaze hereitgehalten werden? Ausschließlich in der Form von Einzelverhänden, d. h. das zur A^ersorgung der AVunden einzelner Körperteile er- foi’derliche A'erhandstück iiudf schon fertig vorliegen, denn nur auf diese AVeise ist die Forderung zu erfüllen, daß diejenigen Partien des A'erhandes, die umnittelhar auf die AVunde zu liegen k'ommen, von den Händen des Helfers nicht berührt werden dürfen. Für die Notwendigkeit von Einzelverhänden sprechen auch noch zahlreiche andere Gründe. Die AVunden müssen ab und zu auch von Laien versorgt werden, und diese werden mit einem fertigen A'erband immer leichter zurechtkommen, als wenn sie sich das Material dazu erst durch Abschneiden von größeren Stücken selbst herrichten sollen. Ein solches A^orgehen ist zudem schon deshalb unzulässig, weil der Helfer mit nicht sterilisierten Händen arheitet und dadurch die Gefahr der Infektion des vorzubereitenden Stückes mit Kontakt- oder Luftkeimen wesentlich vergrößert wird. Endlich ist ein solches A^orgehen auch ganz unökonomisch, da das übrigbleibende Stück, weil nicht mehr aseptisch, für den AVund- ^’erband unbrauchbar geworden ist und entweder Aveggeworfen oder neu sterilisiert Averden muß. Besondere A^orteile bieten die Einzeh'erbände bei der Aer- sorgung umfangreicher A^erletzungen, Zermalmung einer unteren Extremität, A’erbrühung des Stammes, Avio sie im Eisenbahnbetriebe IveinesAvegs selten A’orkommen. Alit großen Auereckigen A'erband- stücken kann man den ganzen Stamm durch einmaliges Umschlagen einhüllen und durch Unterschieben eines derartigen ents])rechend festen Gazestückes ein A'eiletztes Bein sofort auffassen, halten und * in Aveit be(juemerer und zweckmäßigei’er AVeise A'ersorgen, als durch LTiUAvickeln einei- Gazebinde. Auch Avird dabei beträchtlich an Material gespart, da man zu einem einzigen Stücke A*iel AA-eniger Stoff benötigt, als zu einer EinAA'icklung mit sich teil- Aveise deckenden Touren. Um uns A’on allen Künsteleien ferne zu halten, nahmen Avir also einfacli verschieden große viereckige Stücke hydrophiler Gaze](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22441554_0013.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)