Prinzipien für die erste Hilfeleistung bei Eisenbahnunfällen nebst Vorschlägen für entsprechende Einrichtungen / von A. Freiherr von Eiselsberg und J. Rosmanit.
- Eiselsberg, Anton, Freiherr von, 1860-1939.
- Date:
- 1913
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Credit: Prinzipien für die erste Hilfeleistung bei Eisenbahnunfällen nebst Vorschlägen für entsprechende Einrichtungen / von A. Freiherr von Eiselsberg und J. Rosmanit. Source: Wellcome Collection.
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![bestülOalls im Sinne einer Iveinivennindernn^ /n beeinflussen im- stande sind. A\'ir A’erfiioen bislier noeli iil)er kein A^erfabren, In- iektionsstoffe, die sich in der Tiele der Kj)idermis, namentlicli der Drüsen- nnd Haarbäloe befinden, zn vernichten und alle ]\raß- nalnnen, velclie die oberen Schicliten der E|)idermis anflockern, haben eine vermelirte Ablösung- der in den tieferen Scliicliten ent- luiltenen Hantkeime zur Folge. .Die Zunahme der Keime nach reichlicher Anwendung von Seife ist umso größer, je mehr die Hände mit Haaren bedeckt sind, je größer die Zahl der Hrüsen an ihrer Oberfläche ist, und je mehr rauhe oder gar rissige Stellen sich auf der Haut finden, denn gerade die kleinen und Ideinsten Schrunden sind der Sitz Amn zaldlosen Mikroorganismen, darunter auch häufig Amn pathogenen Keimen. Die Klinik hat diesen experimentellen Forschungen dadurch Kechnung getragen, daß die Reinigung der Hände (und in ganz analoger Weise auch jene des Operationsfeldes) mit der jieinlichsten Genauigkeit besorgt Avird, um so dem unerreichbaren Ideale der Avirklichen Keimfreilieit Avenigstens möglichst nahe zu kommen. Dadiu’ch ist dieser einleitende Akt zu jeder Operation in der Werkstatt des Chirurgen zu einem sehr umständlichen und zeitraubenden Verfahren geAvorden, Avelches fließendes heißes Wasser, Alkohol, eAmntuell Sublimatlösung, sterile Geräte und AVäschestttcke erfordert. Und trotz alledem ist das S'ertrauen auf die Gefahrlosigkeit der also gereinigten Hände kein absolutes, sondern die meisten Operateure benutzen Avährend der Arbeit noch düime, leicht keimfrei zu machende, undurchlässige Gummihand- schuhe, AA’elche (in uiiA'eiietztem Zustande und bei zAveckdienlichem Gebrauche) eine Übertragung A’on Infektionskeimen Amn den Händen in die AVunde mit Sicherheit hintanhalten. Betrachtet man dagegen die A^erhältnisse, unter denen die erste Hilfe bei Eisenbahnunfällen geleistet Avird, so muß man Avohl sagen, daß hier jeder A'ersuch, die Hände des Helfers oder die Umgebung der AVunden in chirurgisch-bakteriologischem Sinne reinigen zu AA'ollen, Amllständig aussichtslos ist, da alle dazu er- forderlichen A^oraussetzungen fehlen. Durch die hier möglichen leichten AV'^aschungen AA'ii’d Aveiter nichts erreicht, als daß man den oberflächlichen Schmutz der Haut löst und in die A\ unden hinein- scliAA'emmt und durch die (luellencle AVirknng dos W assors auch die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22441554_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)