Volume 1
Gesammelte Beiträge zur Pathologie und Physiologie / von L. Traube.
- Date:
- 1871-1878
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Credit: Gesammelte Beiträge zur Pathologie und Physiologie / von L. Traube. Source: Wellcome Collection.
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![von gr. \ Morph, acet. in die Ven. jugul. extern, in einen tiefen Schlaf versetzt und nach Einleitung der künstlichen Respiration (15 Einblasungen in der Minute) worarisirt (durch 6 Mgr. Worara). Curve 1 in B' beginnt um 12 h. 36^ min. Bei * in dieser Curve wird die Zahl der Einblasungen vervierfacht d. h. von 15 auf 60 in der Minute gesteigert. Man sieht, wie sehr bald danach die Puls- frequenz zu-, der Druck dagegen abnimmt, letzterer aber unter weiterer Zu- nahme der Pulsfrequenz wieder in die Höhe geht. In Curve 2 und im Beginn der Curve 3 ist der mittlere Druck entschieden höher als zur Zeit, wo nur 15 Einblasungen in der Minute gemacht wurden. Bei * in Curve 3 wird die Zahl der Einblasungen wieder auf 15 reducirt und danach sieht man Pulsfrequenz und Druck wieder abnehmen. — Derselbe Versuch wurde bei demselben Thiere noch mehrere Male und stets mit demselben Erfolge wiederholt. Die CurvenSerie B^ dient zu dem Beweise, dass dieser Einfluss der gesteigerten Ventilation des Respirations-Apparates auf Pulsfrequenz und Druck wirklich auf einer Steigerung des Luugengaswechsels beruhen müsse und nicht eine accidentclle Wirkung etwaiger Veränderungen des Druckes sein könne, welcher auf den pulmo- nalen Blutgefässen oder dem Herzen lastet, oder eine accidentelle Wirkung von Veränderungen, welche bei der zunehmenden Ventilation etwa die Spannung des Lungenparenchyms erleidet. — Die hierher gehörigen Curven sind von demselben Thier verzeichnet, von dem die vorhergehende Curven-Serie herrührt. Curve 1 beginnt um 12 h. 50 min. Zwischen * und * wird dem Thiere .^i einer Digitalis- Infuses von (g/J) gii in die Vena jugul. extern, eingespritzt, während die Zahl der Einblasungen 15 in der Minute beträgt. Man sieht, wie bald nach der Ein- spritzung Pulsfrequenz und Druck zugleich in die Höhe gehen, dann aber bei stark erhöhtem Druck die Pulsfrequenz unter das Niveau sinkt, das sie vor der Digitalis-Einspritzung behauptete. Als nun jetzt, bei * in Curve 2, die Z;ili] der Einblasungen auf 60 in der Minute gesteigert wurde, in ganz derselben Weise wie in Serie B', da zeigt sich eine nur geringe Zunahme der Pulsfrequenz, und statt der schliesslichen Zunahme eine Abnahme des mittleren Druckes, und als bei * in Curve 4 die Zahl der Einblasungen wieder auf 15 in der Minute reducirt wurde, fast gar keine Abnahme der Pulsfrequenz und nur eine geringe Steigerung des mittleren Druckes. Will man für einen Punkt dieser 7 Curven die wahre Druckhöhe finden, so hat man die ihm entsprechende seitliche Zahl zu verdoppeln und von dieser Summe die Zahl 34 und ausserdem die auf Quecksilber reducirte Höhe einer gleich hohen Natron-Säule (von dem specif Cew. 1,08) ;\bzuziehen. Der Werth eines Abscissentheiles = 0,69 Secundcn. Druck von G. Bernsteia in Berlin.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21903955_0001_0489.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


