Illustrierter Kommentar zu der Hippokrateischen Schrift / herausgegeben von Hermann Schöne.
- Apollonius, of Citium.
- Date:
- 1896
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Credit: Illustrierter Kommentar zu der Hippokrateischen Schrift / herausgegeben von Hermann Schöne. Source: Wellcome Collection.
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![auf ibre Kopfe stiitzt, tritt mit seinen Fufsen auf die hervorstehenden Knochen. Da fiir die doppelte Darstellung der Operation eines und desselben Falles auf einem Bilde kein Grand ersicbtlicb ist, so wird bier ein Mifsverstandnis des byzantiniscben Illustrators an- genommmen werden miissen. Auf der Originalillustration legte wabrscbeinlicb einer der beiden Patienten seine Hand mit dem dorsum manus nacb oben auf den Tiscb, dergestalt, dafs das Bild die gleicbzeitige Operation zweier verscbiedener Falle durcb einen Arzt veranscbaulicbte. Der Tiscb ist bier ebenso wunderlicb verzeicbnet wie auf Tafel XII. Tafel XIV. djupoXf] yvoiGou. Reposition der Unterkieferluxation. Der Patient sitzt auf einem niedrigen veilcbenblauen Scbemel; der Operateur fafst seinen Unterkiefer am Kinn mit seinen Fingern vom Munde und von aufsen, und renkt ibn ein, wabrend ein Assistent mit beiden Handen den Kopf des Patienten bait. Tafel XY. ^ppoXf] crrovbuXmv fj bict Tpc KXipaKOC (kXihuukoc) eiri Keq)aXfiv (KecpaXrjc) fivopevri. Reposition einer Wirbelluxation durcb Extension der Wirbelsaule. Der Patient ist mit dem Riicken auf eine Leiter aufgelegt und mit fiinf Riemen an die Sprossen der- selben angebunden, von denen der eine iiber die Knocbel gebt, der zweite unterbalb, der dritte oberbalb der Kniee, der vierte in der Lendengegend, der funfte in der Brustgegend liegt. Die Leiter ist in der Weise aufgericbtet, dafs der Kopf des Patienten nacb unten stebt; an die zweitoberste Sprosse derselben sind zwei Stricke angebunden. Diese sind iiber eine Art von Rolle (Kupxnciov) geleitet, welcbe an der Spitze einer boben, aufrecbt stebenden Stange (\ct6c) angebracbt ist. Zwei Arzte baben die Leiter mit diesen Stricken in die Hobe gezogen und lassen sie nun durcb gleicbmafsiges Nacbgeben berabfallen, so dafs sie mit ibrem unteren Ende auf den Erdboden aufprallt. Dafs die aufrecbt stebende Stange nur bis zur obersten Sprosse der Leiter und nicbt bis zu den Fufsen des Patienten sicbtbar ist, berubt olfenbar auf einem Mifsverstandnis der Vorlagen; aucb miilsten die Riemen in der Brust- und Lendengegend iiber die Arme des Patienten biniiberlaufen und nicbt zwiscben den Armen und dem Korper durcbgeben. Tafel XVI. epPoXf) drepa CTtovbuXujv f) bict rpc KXipaKOc (KXrnuaKOc) em irobac yivo- pevr|. Reposition einer Wirbelluxation durcb Extension der Wirbelsaule. Der Patient ist, wie auf dem vorigen Bilde, mit Riemen an einer Leiter befestigt, jedocb mit dem Kopf nacb oben; die Arzte verfabren ebenso wie dort. Die Stricke scbeinen aucb bier an der zweitobersten Sprosse der Leiter befestigt zu sein; ein iiber die Stim des Patienten laufender Riemen ist nicbt mebr erkennbar, mufs aber nacb der Bescbreibung voraus- gesetzt werden. Die beiden untersten Riemen dienen, genau nacb der Vorscbrift, nur zum Zusammenbalten der Beine und sind nicbt an Sprossen befestigt. Tafel XVII. dpPoXf) crrovbuXmv f) bid Tpc xaGebpac xoO larpoO koi xmv ovicKmv •fivopevri. Reposition einer Wirbelluxation. Der Patient ist in Baucblage auf einen grofsen Holzblock bingestreckt. Die Enden eines iiber seinen Nacken gebenden und unter seinen Acbseln durcbgefiibrten Riemens laufen zu einer Haspel; ein zweiter Riemen liegt A70LL0NtC8. e](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28984109_0043.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)