Beiträge zur Anatomie und Physiologie der Weichthiere / von G.A.F. Keber.
- Gotthard August Ferdinand Keber
- Date:
- 1851
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Credit: Beiträge zur Anatomie und Physiologie der Weichthiere / von G.A.F. Keber. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![blick eine geschlossene Höhle zu sein und ist auch bisher allgemein dafür gehalten worden. Dem ist aber nicht so. Denn schneidet man das vordere Ende des Herzens nebst dem von ihm umgebenen Masldarme durch, und schlägt es recht weit zurück (Tab. I., Fig. II. r.), so erblickt man : unter ihm jederseits eine halbmondförmige, mit ihrer Kon- kavität nach vorne und oben gerichtete Hautfalte, in deren Grunde sich ein netzartig durchbrochenes Gewebe befindet, welches sich durch Hineinblasen mit dem Tubulus und durch Gegensprützen mit einer feinen Injektionssprülze sichtbar aufbläht, wovon man ersteres bes >nders an frisch geöffneten und noch von Wasser strotzenden, letzteres an in Weingeist erhärteten Exemplaren sehr deutlich wahr- nehmen kann. Ich muss jedoch bemerken, dass nicht bloss einzelne Species, sondern sogar einzelne Individuen kleine unwesentliche Verschiedenheiten sowohl in der Gestalt der halbmondförmigen Falten als auch in der Grösse und — träger) nennen möchte. Die vielerlei Gestalten, welche von Ha er hei diesem Wurme wahrgenonunen und sehr richtig abgebildet hat, * habe ich hei dem an den Herzbeutelwänden ruhig haftenden oder in seinem Liquor schwimmenden Thiere niemals bemerkt, wohl aber sehr oft, wenn ich es herausnahm, und es dabei auf das Rückenschild I zu liegen kam. Ich leite daher diese proteusartigen Gestalten beson- ders von den im Trockenen und in wenig Wasser vergeblichen Benin- t hungen des Thieres her, sich auf den Bauch zu kehren. In der Tliat müsste das Thier auch im normalen Zustande durch ein rer- 1 hältnissmässig so grosses Bauchschild in seinen Bewegungen sehr ge- i nirt werden. Ich habe einmal 1 l solche Würmer von verschiedener ; Gi össe in dem Herzbeutel einer einzigen Teichmuschel gefunden, und ] zwar im Monate Juli, dann im August fast gar keine mehr. Jetzt im September ist wieder kein Mangel daran. Einigemal habe ich einen Aspidogaster im Innern des dunkeln Bojanusschen Körpers gefunden, wohin er durch die im Texte beschriebene Kommnnikationsöffnnng des letztem mit dem Herzbeutel um so eher gelangen kann, als er sich sehr gerne in der Nähe dieser Oeffnung aufzuhalten scheint. Ja j zuweilen steckt er gerade in dieser Oeffnung oder in den netzartig] durchbrochenen Zwischenräumen der Nebenhöhle des Herzbeutels.] Zweimal habe ich auch in der später zu beschreibenden Vorhöhle des Bojanusschen Körpers ein Thier dieser Gattung gefunden. Ich bc- ; merke ausdrücklich, dass ich mich sorgfältig überzeugt habe, dass es nicht durch Zufall beim Präpariren dahin gelangt war.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22283432_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)