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Credit: Lehrbuch der physiologischen Chemie / von Olof Hammarsten. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![künstlich duichgefuhrt und wir werden in dem Folgenden wiederholt thierisclie Synthesen kennen lernen, über deren Verlauf wir völlig im Klaren sind. Ausser diesen näher studirten Synthesen kommen jedoch im Thierkörper auch andere solche vor, welche unzweifelhaft von der allergrössten Bedeutung für das Thier- lelien sind, über deren Art wir aber nichts Sicheres wissen oder höchstens Ver- niuthungen liegen können. Zu diesen Synthesen sind beispielsweise zu zählen: die Neubildung des rothen Blutfarbstoffes (des Hämoglobins), die Entstehung der verschiedenen Eiweissstoffe aus dem sogenannten Pepton, die Ftttbildung aus Kohlehydraten u. a. Früher war man allgemein der Ansicht, dass die thierischen Oxj'- dationen vorwiegend in den thierischen Säften verlaufen, während man heut- zutage, namentlich in Folge der Untersuchungen von Pfi-üger und seinen Schülern'), der Meinung ist, dass sie an die Formelemente und Gewebe ge- '^Ij'tio,fJ,j bunden sind. Wie aber diese Oxydationen in den Formelementen verlaufen ^^^Jf p™' und durch welche Mittel sie zu Stande kommen, darüber weiss man nichts «■'«m«*'?- Sicheres. Wenn ein Stoff von dem neutralen Sauerstoffe bei gewöhnlicher Temperatur oder bei Körpertemperatur oxydirt wird, nennt man den Stoff leicht oxydabel oder autoxydabel und den Vorgang nennt man eine direkte Oxydation oder Autoxydation. Kun ist der Sauerstoff der Luft wie auch derjenige des Blutes neutraler, molekularer Sauerstoff und die alte Annahme, dass in dem Organismus Ozon vorhanden sei, hat man, als aus mehreren Gründen unhaltbar, fallen lassen. Andererseits sind aber auch die Hauptgruppen der organischen Nähr- stoffe — Kohlehydrate, Fett und Eiweiss — von denen die zwei letztgenannten Oxyiia- tiolicii. die Hauptmasse des Thierkörpers darstellen, keine autoxydablen Substanzen. Sie sind im Gegentheil bradoxydable (Traube) oder dysoxydable Stoffe. Sie sind also dem neutralen Sauerstoffe gegenüber fast indifferent, und es fragt sich demnach, wie eine Oxydation dieser und anderer dysosydablen Stoffe im Thierkörper überhaupt möglich sei. Zur Erklärung nimmt man sehr allgemein eine Aktivirung des Sauer- stoffes und eine hierdurch bedingte sekundäre Oxydation an. Bei der Aut- oxydation findet nämlich, wie man allgemein annimmt, eine Spaltung von neu- tralem Sauerstoff statt. Die autoxydable Substanz spaltet das Sauerstoffmolekül -A^ktiviiuug des Sauer- und verbindet sich mit dem einen Sauerstoffatome, während das andere, frei- stotTes. gewordene Atom als aktiver Sauerstoff die Oxydation von gleichzeitig vorhan- denen dysoxydablen Substanzen bewirken kann. Eine solche, erst sekundär eintretende O.xydation nennt man eine indirekte oder sekundäre Oxydation. Durch die Annahme einer solchen Aktivirung des Sauerstoffes mit sekundärer Oxydation hat man nun in verschiedener Weise die thierischen Oxydationen zu erklären versucht. 1) Man vergl. hierüber besonders die Aufsätze von Pflüger in .«einem .\ii1m\ (< und 10; die .Aufsätze von FiKKLER, ebenda 10 und 14, nnd von Oektman ebenda 11 und 15. Verj;]. aueli IIoppe-Seyler in PflÜGER's Arehiv 7. 1*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219904_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)