Die Masturbation; eine Monographie für Ärzte und Pädagogen.
- Hermann Rohleder
- Date:
- 1899
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Credit: Die Masturbation; eine Monographie für Ärzte und Pädagogen. Source: Wellcome Collection.
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![anrüchigen Rnfe stellende Etablissements. Doppelt gefälirlicli, weil (üircli AVoi't nnd Bild auf sclilüpfrig-e, verführerische Gebiete bringend, wirken oft Ballette, Operetten, Schanspiele nenfranzösischer Sclmle von zweifelhaftem Eiife. Romanlesen bedenklichster Leili- bibliothekenmaknlatnr. Lesen von zotenhaften Possen etc. vervoll- ständigen oft dieses verführerische Material. Alle diese Dinge seien streng verpönt. Ein sehr wichtiger Punkt ist ferner eine gute Regelung der Hautthätigkeit durch Waschen, Baden und Abreibungen in Grenzen der Norm. Nichts ist verkeluter, als wie in manchen guten Büchern der Wasserheilkunde (z. B. Krüche) steht, eine plötzliche kalte Begiessung und Waschung der Haut, die z. B. bei jungen bleich- süchtigen Mädchen durch die momentane empfindliche Erregung eher das Gegenteil von dem Gewünschten bewirken könnte. Es ist hier freudigerweise anzuerkennen, dass durch vernunftmässige Ab- härtung, besonders in den mittleren Kreisen der Bevölkerung, ent- schieden eine Stählung und Stärkung unserer Schuljugend, auch durch Belehrung von Seiten der Schule aus, aber auch durch ver- nünftige Eltern angestrebt wird. Das Nähere über Hydrotherapie wolle man in der Allgemein- behandlung der Onanie Seite 282 nachlesen. Mit dieser Abhärtung bezüglich des AVaschens und Badens gehe eine allmählich leichtere Bekleidung in gewissen Grenzen einher, natürlich der individuellen Disposition, der verschiedenen Be- schäftigung, den verschiedenen klimatischen Bedingungen etc. an- gemessen. Nur so, durch eine systematische Anwendung der Hydrotherapie, in Verbindung mit den anderen therapeutischen Faktoren wie Gymnastik, Klimatotherapie u. s. w. wird dem Orga- nismus die körperliche Kräftigung verliehen, dem Laster entgegen- zuarbeiten. Ib. Die Prophylaxe der Onanie durch öft'eutliclie Erzieh u n g k;ann im Säuglings- und ersten Kindesalter natürlich nur eine ver- scliA\in<le']i(l geringe sein, sie kann nur in FYage kommen in den a) K 1 e i n k i n d e r b e w a h r a n s t a 11 e n u n d K r i p p e n. Es sind dies Stätten, avo unser Laster nur selten, und dann dem kindlichen Gemüt unbewusst, vorkommt. Hier könnte dem Übel dadurch vorgebeugt werden, dass das in solchen Anstalten an-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21209145_0274.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)