Die Masturbation; eine Monographie für Ärzte und Pädagogen.
- Hermann Rohleder
- Date:
- 1899
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Credit: Die Masturbation; eine Monographie für Ärzte und Pädagogen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![den sich entwickelnden Organismus zu bewaliven vor den Schäden, die ilim durch die im Stillen betriebene Onanie zugefügt werden. Tnd wie ungeheuer wichtig ist es, dass gerade in dieser Ent- wickelungszeit. die nicht allein körperlich, auch geistig bestimmend ist für das spätere Schicksal des Menschen, das erwachende Ge- schlechtsleben durch eine, in diesem Punkte vernünftige Erziehung geregelt, in richtige Bahnen geleitet ^xiY(\. vernünftige Aufklärung über sexuelle Dinge gegeben wiidl Glücklich Derjenige, der in dieser Zeit eine derartige, für das gesamte spätere Leben bestimmende Erziehung von selten der Eltern oder Erzieher genossen. Diese, die Pubertätszeit, ist bei beiden Geschlechtern, sowohl beim männlichen, wie beim weiblichen, eine so scharf gekennzeichnete Lebensepoche, eine Zeit der Ausbildung von so tief einschneidender Bedeutung für die gesamte weitere Existenz des Individuums, dass ein vöUig normaler Ablauf derselben von höchster Wichtigkeit ist, und Staat und Schule. Elternhaus und fi-enide Erzieher alles daran setzen sollten, um den normalen Ablauf in dieser Zeit der Ent- wickelung nicht zu stören, um dieser Entwickelungsperiode ihren physiologischen Charakter zu bewahren. Dazu gehört aber auch, dass die normalen Anschauungen über die naturgemässe Ausbildung und Funktionierung der Genitalien in dieser Epoche dem sich ent- wickelnden Jüngling oder der Jungfrau zur Kenntnis gelangen und übermässige geschlechtliche Ausschweifungen durch straffe Er- ziehung wieder in richtige Bahnen gelenkt werden, ja dass die jungen Leute überhaupt nicht auf Abwege und geschlechtliche VeriiTungen irgend welcher Art gelangen, deren Folgen oft ganz unabsehbar sind. Wie mancher junge Mann hat so z. B. durch übermässig betriebene Onanie, durch geschlechtliche Ausschweifungen und Orgien wälu-end dieser Entwickelungszeit sein geistiges Ver- mögen derartig geschwächt und untergTaben, dass er seine Carriere aufgeben musste, dass er nicht erreichte, was sein Lebensziel war, was der grösste Wunsch seiner Eltern und Angehörigen, was seine gute fi'ühere Veranlagung von Natur aus ihm vorgezeichnet! Die Erziehung soll in dieser Lebensepoche nicht bloss eine Erziehung im gewöhnlichen Sinne sein, sondern eine Erziehung zur Selbst- beherrschung soll in dieser Lebenszeit angestrebt werden. „Sich zum Rechten zu gewöhnen, ist der Inbegriff der ganzen Moral und zugleich der Seelendiätetik, (v. Feuchtersieben.) p]in völlig normaler, nicht gestörter Ablauf der Pubertätszeit](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21209145_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)