Die Masturbation; eine Monographie für Ärzte und Pädagogen.
- Hermann Rohleder
- Date:
- 1899
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Credit: Die Masturbation; eine Monographie für Ärzte und Pädagogen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![durcli Zusammenmiscliung von Gimimi und Harz g-efertigten, ge- sclimeidigeii und biegsamen Masse Naclialimungen des männlichen Gliedes, denen man die ungefähr normale Fleischrötnng zu geben weiss, öffentlich verkauft werden. Die x4_nfertigung derartiger Ai'tikel findet in Canton statt. Ja, selbst Albums, welche nackende Frauen l)eim Gebrauche dieser Instrumente darstellen, werden quasi als Anleitung zum Gebrauch daselbst öffentlich verkauft. Auch Kunst- und Schmuckgegenstände aus Porzellan bemalt man mit den schmutzigsten und obscönsten Darstellungen. In den nördlichen Staaten des himmlischen Eeiches soll die Schamlosigkeit von Dar- stellungen in derartig öffentlich verkauften Albums wahrhaft alles übersteigen; natürlich werden derartige Gegenstände zu einem be- deutend höheren Preise verkauft als jene, die nicht mit derartig lasciven DarsteUungeu beschmiert sind. ]\Ian sieht, dass unter den Söhnen des himmlischen Eeiches doch auch nicht alles so eitel strenge Sittlichkeit sein muss, wie man nach der tiefverschleierten Zui'ückgezogenheit der chinesischen Damenwelt erwarten sollte. So erzählt Pouillet in seinem Werke „Onanisme chez la femme Paris 1876, dass einer seiner Freunde M. Watremez in einem Theater zu Tien-Tsin Zuschauer folgender widerlichen Scene war. Eine junge, feurige Frau macht einem altersschwachen Greise, ihrem Ehegatten Vorwürfe, dass er seine ehelichen Pflichten vernach- lässige. Da entfernt sich dieser plötzlich, und zurückgekehrt, über- reicht er ilii^ fi'eudig einen Phallus, um ihr damit zu sagen: Sieh, damit begnügen sich in deinem Falle viele Frauen, mach es wie diese. Leider müssen wii^ hier bekennen, dass mit dem Fortschritt unserer Kultur und Zivilisation auch hierin ein Fortschritt zum Schlechteren eingetreten ist, denn die Fabrikation und Herstellung, besonders aber die Verbreitung von gewissen Ai^tikeln, die unter dem allgemeinen Sammelnamen, dem Spitzelnamen „Pariser Artikel allbekannt und in allen Schichten der Bevölkerung eine ungeheui'e Verl)reitung gefunden haben, hat immense Erfolge aufzuweisen. Die Fabrikanten suchen sich darin zu überflügeln, immer wieder neue, mit allem nur möglichem Raffinement ausgearbeitete Instrumente — ich nenne nur den sogenannten Kitzelfinger — auf den Markt zu weifen, die leider nur dazu bestimmt sind, einer Eeizung der Geni- talien zu ('ohabitations- oder Masturbationszwecken zu dienen; und was das sclilimmste dabei ist, tagtäglich stehen die gelesensten Tageblätter voll von Annoncen, in denen „neueste Preislisten über derai'tige Gummiartikel etc. anseboten werden. Es ist dies ein](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21209145_0048.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)