Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein.
- Adolf Kußmaul
- Date:
- 1912
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Credit: Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![konstant bei Pförtnerverengung die Schleimhaut der Pförtner- gegend, in der sich vorzugsweise die Magenkontenta anhäufen, am intensivsten erkrankt. Die Magenpumpe ermöglichte, wie ich hoffte, nicht allein die vollständige Entleerung dieser scharfen ätzenden Massen, sie gestattete auch eine Waschung und Reinigung der kranken durch Säure mißhandelten Schleim- haut mit alkalischen Flüssigkeiten, wie etwa mit Vichywasser oder einer künstlichen Sodalösung. Die Einführung der Magensonde, das Auspumpen und Aus- waschen mit Vichywasser ging über Erwarten leicht von statten. Wir entleerten etwa 6 Schoppen (3 Liter) saure schmutzig graue sarcinehaltige Flüssigkeit mit allerlei in Erweichung und Zer- setzung begriffenen Nahrungspartikeln, worauf die Kranke sich einige Tage ungemein erleichtert fühlte. Erst am 25. Juli war ihr Befinden wieder [11] schlechter, sie klagte über Aufstoßen und Schmerz im Magen, weshalb das Auspumpen und Reinigen des Magens mit Vichywasser wiederholt wurde. Am 26. und 27. Juli befand sich Pat. gut, in der Nacht vom 27. bis 28. schlecht, und am Morgen des 28. erbrach sie wieder 2 Schoppen saure Flüssigkeit. Die Pat. fühlte sich darnach ein wenig erleichtert, jedoch trat ein behaglicher Zustand erst nach weiterer Entleerung von 5—6 Schoppen Mageninhalt durch die Pumpe ein. Sie nahm jetzt auffallend rasch an Kraft und Ernährung zu. Man pumpte nur, wenn Brennen im Magen, saures Aufstoßen und dergl. Symptome sich meldeten, den Magen aus, was am 1., 4., 6. und 10. August geschah. Am 13. August klagte Pat. über saures Aufstoßen, man wartete zu und am 14. kam es wieder zum Erbrechen. Es wurde dann noch am 15., 21. und 27. August am 3., 10. und 15. September, zweimal im Oktober und einmal im November die Pumpe notwendig. Doch betrug die letzten Male die Menge des Entleerten nur noch 2—3 Schoppen, und in der letzten Ausleerung ließ sich keine Sarcine mehr auffinden. Am 12. Dezember 1867 wurde Pat. gesund, blühend und kräftig entlassen. Die Untersuchung des Bauches ließ weder den kleinen glatten Tumor in der Pylorusgegend, noch irgendwelche Zeichen von Magenerweiterung mehr erkennen. Sie vertrug seit Ende September wieder schwer verdauliche Kost, aß z. B. un- gestraft heimlich sogar Kartoffeln, ihr Stuhl war geregelt und sie hatte sich in den zwei letzten Monaten ihres Aufenthaltes bei uns freiwillig und eifrig an den häuslichen Arbeiten des Hospitals beteiligt. Sie trat jetzt einen Dienst als Hausmagd auf dem Lande an. Leider ist Pat. nicht sogleich nach ihrer Aufnahme gewogen worden. Vier Wochen nachher, Mitte Mai, wog sie 781/* Pfund,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28069249_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)