Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein.
- Adolf Kußmaul
- Date:
- 1912
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Credit: Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![20. Januar. Befinden gut. Stuhl. 21. Januar. Anwendung der Pumpe 10 Uhr morgens. Geronnene Milch verstopft wiederholt die Röhre. Stuhl0 auf Klysopompe. Nachmittags große Mattigkeit, Druck in der Magengegend. 22. Januar. Befinden besser, Stuhl von selbst, kein Er- brechen. 23. Januar. Auspumpen um 10 Uhr morgens. 24. Januar. Befinden sehr gut. Bleibt abends lange an der Wirtstafel sitzen, spricht und lacht viel. Nachts Erbrechen. 25. Januar. Auspumpen morgens 11 Uhr. [56] 26. Januar. Kein Erbrechen. 27. Januar. Pat. führt sich heute selbst den Katheter ein, pumpt und wäscht sich auch selbst den Magen mit Vichy- wasser aus. Pat. blieb noch bis zum 1. Februar hier und pumpte sich über den anderen Tag den Magen aus. Erbrechen trat nicht mehr ein. Versehen mit einer Wym an sehen Pumpe, Magen- sonde und guten Lehren betreffs der Diät ging er in seine Heimat zurück. Er fühlte sich kräftiger, hatte besseren Appetit, der schmerzhafte Druck in der Magengegend war verschwunden, der Stuhl mehr geregelt. In den nächsten 4 Wochen setzte Pat. die Kur zu Hause ganz so wie in Freiburg fort. Er hatte in dieser Zeit nur dreimal erbrochen, die Schmerzen waren fast ganz weg. Er nahm um 4 Pfund zu. Nach weiteren 2 Monaten teilte er uns mit, daß er bei fortdauerndem Wohlbefinden jetzt 10 Pfund mehr wiege. Noch jetzt (Ende August) erfreut er sich-dieses Wohlbefindens. Gewiß ein schöner weiterer Beleg für die ausgezeichnete Wirksamkeit unserer Kurmethode. An dem Bestehen einer ansehnlichen Pförtnerverengung, sei es durch Hypertrophie des Pförtners infolge chronischer Entzündung, sei es durch Ulcus pylori, mit sekundärer ziem- lich beträchtlicher Erweiterung des Magens läßt sich in diesem Fall nicht zweifeln. Wir begegnen hier zum zweiten Male einer tastbaren Pförtnergeschwulst von entschieden nicht kreb- siger Natur, gerade wie in Beobachtung 1, und sehen auch in diesem Falle die Anwendung der Magenpumpe mit Erfolg gekrönt. Daß der Magen hier bei der achtjährigen Dauer des Leidens schon bedeutendere Veränderungen erlitten haben mußte, lehrte die langsame Zunahme des Körpergewichts. In](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28069249_0056.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)