Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein.
- Adolf Kußmaul
- Date:
- 1912
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Credit: Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![den ersten 4 Wochen gewann Pat. nur 4 Pfund, erst nach weiteren 2 Monaten 10 Pfund. [57] Wie noch 2 andere männliche Kranke lernte Pat. sich selbst die Schlundsonde einführen und den Magen ausspülen. Dies ist natürlich von großer praktischer Wichtigkeit. Ein beschäftigter Arzt findet nicht Zeit, solchen Kranken Wochen oder gar viele Monate fort mit der wünschenswerten Regel- mäßigkeit die Pumpe zu applizieren. Am allerwenigsten dürfte er imstande sein, die Operation gerade morgens früh im nüchternen Zustand der Patienten, wie es so oft erforderlich und durchschnittlich am zweckmäßigsten ist, vorzunehmen. Zu dieser Zeit werden nur solche Inhaltsmassen des Magens ent- leert, welche zu lange darin verweilt haben, nutzlos oder sogar schädlich sind, und daraus entfernt gehören, während der Magen zugleich durch die Auswaschung mit Sodawasser für die Aufgaben des Tages gut vorbereitet wird. Schließlich mache ich noch auf die Leibbinde aufmerksam, die ich den Kranken um die untere Hälfte des Leibes anlegen ließ, um dem gesunkenen Magen als Stütze zu dienen. Sie muß fest anschließen, zu welchem Ende ich sie polstern lasse. Ich habe sie schon in mehreren ähnlichen Fällen tragen lassen, und die Kranken glaubten Vorteil davon zu haben. Beobachtung 9. Mann, 26 Jahre alt. Magenerweiterung durch stenosierendes Ulcus pylori. Beginn des Magenleidens vor 6 Jahren. Große Abmagerung. Bedeutende Besserung. Joseph B. von S., wohlhabender Landwirt, ein sehr kräftig gebauter muskulöser großer Mann, litt schon im März 1863 an reichlichen Entleerungen von schwarzem, geronnenen Blut durch den Stuhl mit Brennen im Magen ohne Blutbrechen. Pat. war 4 Wochen bettlägerig, erholte sich dann, und blieb 2 Jahre gesund. Im Jahre 1865 fühlte Pat. wieder Brennen im Magen, hatte guten Appetit, bekam aber Beschwerden nach dem Essen, viel saures Aufstoßen und zeitweises Erbrechen, [58] bald alle 3—4 Tage, bald nur in 6—8 Tagen einmal. Nie Blutbrechen. Stuhl bald angehalten, bald diarrhoisch. Pat. trat im Sommer 1866 im hiesigen Hospital ein. Sein Aussehen war damals noch vortrefflich, seine Gesichtsfarbe rot, die Ernährung gut. Er klagte aber über Beschwerden nach dem Essen, Säure, unordentlichen Stuhl. Man regelte seine Diät, ließ ihn Vichywasser trinken, den Neptunsgürtel applizieren, und beschloß die Kur mit Regendouchen. Nach 4 Wochen ging er](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28069249_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)