Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein.
- Adolf Kußmaul
- Date:
- 1912
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Credit: Über die Behandlung der Magenerweiterung durch eine neue Methode mittelst der Magenpumpe (1869) / Adolf Kumåul ; eingeleitet von Wilhelm Ebstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![die Auswaschungen mit letzterer Flüssigkeit bekämen ihm besser, als die mit Vichywasser. Erbrechen trat seit der Anwendung der Pumpe nur zweimal ein, am 10. und 26. Mai, doch warf er das letzte Mal nur einige Mund voll saures Wasser aus. Der Zustand besserte sich, Pat. hatte mehr Appetit, die unangenehmen Empfindungen im Magen schwanden, der Schlaf wurde nach und nach in den meisten Nächten ruhiger, aber der Stuhl blieb ver- stopft und kam nur in der letzten Zeit dreimal von selbst, auch blieb die Gesichtsfarbe graublaß. Die Sarcine nahm wohl an Menge ab, erschien mehr punktiert, körnig, verlor sich aber nicht. Gegen unseren Willen verließ Pat., der sich für kräftig genug zur Arbeit hielt, das Hospital, nachdem er 3—4 Pfund an Gewicht gewonnen hatte. Zu Hause dauerte die Besserung nicht lange, der alte Zu- stand kehrte wieder. Pat. starb Ende Februar 1869 sehr ab- gezehrt, wie wir gelegentlich in Erfahrung brachten. Ob dieser Kranke den Folgen einer nicht krebsigen Stenosis pylori erlag, oder ob hier nach vieljährigem Bestehen eines Magenkatarrhs mit mäßiger Pförtnerverengung sich schließlich Krebs am Pförtner entwickelte, wie dies [67] zuweilen vor- kommt, läßt sich nicht entscheiden. Sicher ist, daß Pat. ge- bessert das Hospital verließ, und daß er diese Besserung der Anwendung der Pumpe verdankte. Wiederholt bemerkten wir Kranke mit Pförtnerverengung, daß in den ersten Monaten oder Jahren nach dem Beginn des Magenleidens der Stuhl abwechselnd verstopft oder diarrhoisch war, je nachdem Erbrechen bestand oder aussetzte. Erst später wurde die Verstopfung dauernd. Dieses Alternieren von Erbrechen und Durchfall läßt sich vielleicht so erklären. Werden die scharfen Magencontenta erbrochen, gelangen sie nicht oder in geringen Mengen in den Darm, so bleibt die Darmbewegung träge; werden sie aber von Zeit zu Zeit in größerer Menge dem Darm zugeführt, wird das Hindernis am Pförtner dann und wann durch eine irgendwie bedingte energischere Aktion der Magenmuscularis sozusagen durch- brochen, so erregen sie durch ihre irritierende Wirkung auf die Darmschleimhaut Katarrh mit Durchfall, die energische Darmperistaltik unterhält jetzt sympathisch auch eine kräftige Magenperistaltik, und für einige Zeit hört das Erbrechen auf. Indem ich, um diese Abhandlung nicht über Gebühr aus- zudehnen, zwei weitere wenig belangreiche Beobachtungen von Anwendung der Pumpe bei Magenerweiterung durch Pförtner-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28069249_0065.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)