Neurophysiologische Forschungen / von E. Harless.
- Harless, Emil, 1820-1862.
- Date:
- 1860
Licence: Public Domain Mark
Credit: Neurophysiologische Forschungen / von E. Harless. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
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No text description is available for this image![von ca. 30 R. befindet, nach wonigen Minuten. Die ursprilngliclie Zuckungsform kehrt in der mittleren Temperatur (von 15 -16 R.) in kurzer Zeit zurück. Diese Thatsachcn beweisen, dass die entge- gengesetzten Erregbarkeitsgrade die gleichen Znckungsformcn zulasen dass also die Zuckungatbrm an sich nicht als Maasstab für dea Er- regbarkeitsgrad gelten kann. So weit man aus diesen Fällen allein .schliesson darf, lässt sich behaupten, dass die inneren Molekularwir- kungen, insoferne sie sich nach aussen durch ihren Einfluss auf die Nadel des Galvanometer bemerklich machen, mit der Natur der Zuk- kungsform im nächsten Zusammenhang stehen. Es ]ä.s.st sich hieraus ein Gesetz formuliren , welches lautet: »Bei derjenigen Richtung des Stromes ruhender Nerven, bei welcher sich der Querschnitt negativ gegen die Oberfläche verhält, geben die schwächsten, den Nerven in aufsteigender Richtung durchfliessenden, unterbrochenen galvanischen Ströme Schliessungszuckung; gleichzeitig oder sehr nahe dem Zeit- punkt, im welchem sich die Richtung des Nervenslromes nmkehrt, schlägt für jene Ströme, mit welchen gereizt wird, die Schliessungs- zuckung in die OefFnungszuckung um, und aller Wahrscheinlichkeit pach fällt der Zeit^iunkt, in welchem dazwischen der Nervenstrom ganz verschwunden war, in das Auftreten der OefFnungs- und Schliessungs- znekung, während endlich bei Rückkehr des Nervenstromes in die alte Richtung auch die ursprüngliche Zuckungsform eintritt. Es war in allen den Fällen, in welchen es sich darum handelte, die Folgen äusserer Einflüsse auf den Nerven an den Aenderungen zu prüfen, welche dadurch die Reizbarkeit erfährt, die Applicationsstelle des elektrischen Reizes unveränderlich die gleiche geblieben. Diese Vorsichtsmaassregel war physikalischer Gründe wegen und auch da- durch geboten, weil man schon früher darauf aufmerksam geworden war, dass die Reizbarkeit des Nerven nicht an allen Punkten seines Verlaufes die gleiche ist. , Ich hatte schon vor 13 Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass bei frischen Nerven die dem Centraiorgan näher gelegene Stelle reiz- barer erscheint, als die weiter davon entfernten. Ich habe sehr aus- gedehnte Versuchsreihen hierüber auch in jüngster Zeit wieder Ange- stellt und diess Gesetz im Allgemeinen bestätigt gefiinden ; nur lässt .sich nicht behaupten, dass strikte von Querschnitt zu Querschnitt nach aufwärts gegen die Centraiorgane hin die Reizbarkeit immer grösser und grösser werde, sondern dazwischen liegen immer wieder Stellen au welchen die Reizbarkeit schwächer ist, als an den unmittelbar dar-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22286469_0043.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)