Die chirurgische Behandlung von Hirnkrankheiten / Von Ernst von Bergmann.
- Ernst von Bergmann
- Date:
- 1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die chirurgische Behandlung von Hirnkrankheiten / Von Ernst von Bergmann. Source: Wellcome Collection.
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![— 573 — Vene der IlinliMliaiipIgcj^cnd vi^reiiiigl. Ihre Aiisirillsslelle isL für die Oricii- tirung' bei unsei'ii 'rrepanuiioncn wichlig, da etwas nacli vorn und ol)cn von ihr der Sinus sigmoideus liegt. Das andere Emissariiim ist das des Foranjcn condyloideum posterius. Die es durchsetzende Vene verbindet den Sinus sig- moideus mit den tiefen Nackenvenen. Durch beide Emissarion können peri- sinuöse Abscesse nach aussen treten und sich längs der verbundenen Venon- bahnen subfascial zum Hinterhaupte und Nacken verbreiten. Schon S. 250 ist der venösen Kanäle gedacht, die zwischen dem Sinus cavernosus und dem Venengeflechte in der Wirbelsäule eine Verbindung herstellen. Es sind Netze, welche in dem, denClivns bedeckenden Theile der Dura hinabziehen und ausser mit dem Sinus intercavernosus posterior auch mit dem petrosus inferior zu- sammenhängen (Plexus basilaris). Die Eiterungen im Schläfenbeine, welche zur Sinusthroinbose führen, sind meist chronische, viel weniger acute. Waren sie acut, so scheint der Thrombus sich fast immer zuerst am Bulbus der Jugularvene gebildet zu haben. Die veranlassenden chronischen Eiterungen sind solche des Knochens und zwar überwiegend häufig des Warzenfortsatzes, von dem aus sie bis in die Fossa sigmoidea vordringen. Entweder entsteht der Thrombus zuerst in dem Sinus transversus und zwar meist seinem Knie, oder er stammt aus dem Sinus petrosus superior, von dem er sich in den Transversus fort- gesetzt hat, oder es sind kleinere Knochenvenen, oder die Wasser- leitungsvenen der u]-spriingliche Sitz der Thrombose, die von ihnen in den grossen Sinus hineinwächst. Von der Stelle seiner Entstehung aus vergrössert sich gegen, und mit dem Blutstrome der Thrombus. Er kann so bis an das Torcular, ausnahmsweise auch einmal über dasselbe hinaus in den Sinus transversus der anderen Seite ge- langen und noch seltener in den Sinus longitudinalis. Wichtig ist seine Portsetzung durch die Sinus petrosi, oder einen von ihnen in den Sinus cavernosus und über ihn hinaus in die Venae ophthal- micae. Mit dem Blutstrome dringt die Thrombose in die Jugularis interna und bleibt hier gewöhnlich nur auf den oberen Theil des Gefässes beschränkt. Die weiteren Schicksale des Thrombus gehen der Höhe und Malignität der Ohreneiterung parallel. Je virulenter die eitererregenden Mikroorganismen sind, desto eher zerfällt der Thrombus, während bei geringerer Virulenz er fest wird und schliesslich sich organisirt. Schwartzei) hat den Sinus bei Sectionen von Individuen, die früher an eitriger Ohrenentzündung](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2104143x_0585.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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