Volume 1
Klinisches Handbuch der Harn- und Sexualorgane / bearbeitet von K. Benda [and others] ; herausgegeben von W. Zuelzer ; redigirt von F. M. Oberländer.
- Date:
- 1894
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Credit: Klinisches Handbuch der Harn- und Sexualorgane / bearbeitet von K. Benda [and others] ; herausgegeben von W. Zuelzer ; redigirt von F. M. Oberländer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Anat. Anz. Jahrg. VI. p. 186—192. 23 Abb. — 18. Derselbe, üeber den Schwanz des menschlichen Embryo. Anat. Anz. VI. S.670—675. 2 Abb. — 19. Nicolas, A., Contributions li l’ötude des cellules glandulaires. Internat. Monatsschr. f. Anat. u. Phy- siol. Bd. VIII. — 20. Rückert, J., Entwicklung der Excretionsorgane, in Ergebnisse der Anatomie und Entwicklungsgeschichte (herausgeg. von Merkel und Bonnet). Band I. (Eingehendes Referat mit reichhaltiger Literatur über sicht). 1892. Die flachen Zellen, welche in einfacher Lage beim Erwachsenen das Cölom oder die Leibeshöhle auskleiden, stellen, wie jetzt wohl all¬ gemein angenommen wird, ein echtes Epithel dar, von dem direct oder indirect die epitheliale Auskleidung der Harn- und Geschlechtsor¬ gane abzuleiten ist und dessen zeitige Elemente vielleicht sogar beim Aufbau der Nebenniere betheiligt sind. Entwicklung der bleibenden Niere (Metanephros). Wir gehen von einem Entwicklungsstadium aus, in welchem die Spaltung der aus dem Mesoblast hervorgegangenen Seitenplatten und die Ab¬ gliederung der Urwirbelplatten sich vollzogen hat, und betrachten zu¬ nächst die Entwickelung des Wolff'sehen- oder Urnierenganges. Hier sind nun verschiedene Anschauungen zu registriren. Köllikee (8), ein Vertreter der rein mesoblastischen Entwicklungsweise des Wolflf- schen Ganges, schildert den Vorgang beim Kaninchen etwa folgender- maassen: Von der Umbiegungsstelle der parietalen Lamelle der Seiten¬ platten (und zwar von ihrer convexen Seite) in die viscerale erhebt sich eine anfangs solide, leistenartige Zellenwucherung, die in der Richtung von vorn nach hinten (caudalwärts) an Längenausdehnung zu¬ nimmt. Sie schnürt sich ab und gewinnt durch Auseinanderweichen ihrer Zellen ein Lumen. Andere Forscher (His und Hensen, denen sich in der Folge Graf Spee [1884] und Flemming [1886] anschlossen) waren für eine ectoblastische Entstehung des Wolfif'schen Ganges eingetreten. Hertwig (11) hinwiederum sieht in der Anlage des Wolff’schen Ganges eine kurze, röhrenförmige Verbindung der Leibeshöhle mit der Ober¬ fläche des Körpers, und nach H. Meyer (15) reichen die beim Menschen beobachteten Thatsachen aus, um sie als eine Bestätigung dieser Anschauung gelten zu lassen. Bemerkens¬ werth ist jedenfalls auch die Angabe von Janosik, der an einem mensch¬ lichen Embryo das distale Ende des Wolfif’schen Ganges blind endigen sah, „ohne Tendenz sich mit der Cloake zu verbinden‘‘. Andere Autoren sprechen sich nach Untersuchungen an Säugethier- und Vögelembryonen (Martin [12], Felix) nur für eine vorübergehende Anlagerung des in seiner ganzen Länge aus dem Mesoblast hervorgegangenen Wolfif- schen Ganges aus. Das erste Auftreten der Urnierencanälchen, zu deren Schilderung wir uns jetzt wenden, konnte beim Menschen noch nicht mit Sicherheit beobachtet werden. Bei Säugethieren wachsen central vom Urnieren- gang und ausser allem Zusammenhang mit ihm im Bereich der sog.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21918028_0001_0016.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)