Keilschriftmedizin in Parallelen / von Dr. med. Felix Freiherr von Oefele.
- Felix Freiherr von Oefele
- Date:
- 1902
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Credit: Keilschriftmedizin in Parallelen / von Dr. med. Felix Freiherr von Oefele. Source: Wellcome Collection.
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![den imb 3i)ZeiopDtamien anpnefjtnen, im 33erlnuf beffen btefe Sänber ber babtjlontfdjen |)err)c^aft entri[fen tüerben. ^Denn lütr finben ba, lüo unfere Urfitnben t)terüber 511 reben anfangen, b. t. in ben XeU Stmarnabriefen (21 D. I 39 ff.), im 15. Sat)r{)unbert, Slngeljörige ber |)ettiter=9?affe im 53efit^ biefer ©egenben, unb gtoar feit langem. ®iefe erfte ©c^ic^t ber „|)ettiter, bie burc£) bte genannten Briefe in unfern @efic^t§frei§ tritt, ift ba§ maniüolf (%l D. I 49 ff.). Ob e§ auc^ tl)atfäd)Iid) ba§ erfte nac£) <Bt)xien üorgebrungene SBotf biefer ©ruppe ift, ober ob anbere if)m öorangegangen ftnb, lt)a§ tt)af)rfc£)einlic§er ift, biefe g^rage beanttüortet un§ nod) feine unferer Urfunben mit ©id§er£)eit. 3BoI)l aber tritt un§ ba§ 9?eic^ ber 9JZitani unter feinem könig ^ufd^ratta fogleid) al§ eine S8abt)= tonten unb 5[gt)pten ebenbürtige ©ro^madjt entgegen, bie bie 9Jie= litene unb bie füböftlic^ baüon gelegenen ©ebiete, ferner 9^orb= ft)rien unb S^orbmefopotamien mit S^Zintüc, ber fpäteren ^auptftabt 2lff^rien§, umfaßt. 'k)odj ift ba§ 9^eic^ offenbar bereits in ftarfenr 9^üdgang feiner DJJad^t begriffen, ©ie mu^ fic^ in frül)eren Qeiten, mt)i im 16. Sa^rl]unbert, meit füblid^ nac^ @^rien t)inein bi§ ^um Sibanott erftredt !§aben, ba mir ein ßeugniS bafür t)aben, ba^ man in ®unip—^eliopoIiS—Saalbef bie @|3rad)e üon ^itani f:prad§. Unb bie ungenannte 9J?ac^t, gegen bie ^£)utmofi§ I (c. 1500) unb in in ??a£)arina anfämpften, ift ma^rfc^einlid^ ba§ S[)Jitani=9^eid§ gettefen. ©ef)r balb aber nac§ ber Slmarna^ßeit, im 14. Sa'^r= f)unbert bereits, I)at ba§ auffommenbe Slff^rien ba§ 3Jiitani=9fieid) geftür^t unb fic^ in ben SSefig SRefo)30tamien§ gefegt. 23äf)renb bie SJJitani im 17. ober 16. Sat)r§unbert nac§ ©üben öorgebrungen fein loerben, fet)en mir bie ßl)atti, b. bie einzelne S?ölferfc|aft §ettiter grabe gur S;eI=Slmarna=3eit (i' 15. Sat)r^unbert) üon itjrem ©tamnüanbe ^appabocien au§ in ©t)rien einfallen unb unauffjaltfam immer meiter fübmärtS bringen. ^J)urc§ bie ©c^toäc^e Slg^ptenS unb ^eitmeilig auc^ 2lff^rien§ gelingt e§ i^nen im Saufe be§ 14. imb 13. Sat)rf)unbert§ gan§ ©^rien bis jum §ermon fid) ju untertoerfen. 5luf bem ^öl)epunft if)rer 9J?ad)t, eben im 13. Scit)r^unbert, ftofsen fie mit bem mieber üorbringenben 5ägt)pten unter 5RamfeS II in met)rfad)en Stampfen gufammen, öon benen namentlid^ ber Singriff auf bie ©tabt £abefc^ am DronteS burc^ bie Stgtipter befannt getüorben ift, meil er jum ©egenftanbe eines ben Slönig 5RamfeS II überfdimänglid) feiernben großen ®e= bid)teS gemad)t mürbe. S£)ren 2tbfd)Iu6 fanben bie Slämpfe in einem griebenSoertrage, bem älteften eri)altenen 95eifpiel eines @taatS=](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21464030_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


