Keilschriftmedizin in Parallelen / von Dr. med. Felix Freiherr von Oefele.
- Felix Freiherr von Oefele
- Date:
- 1902
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Credit: Keilschriftmedizin in Parallelen / von Dr. med. Felix Freiherr von Oefele. Source: Wellcome Collection.
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![17] über bte ©c^ultern tjerunter. S(uf ben I)ettitijc^en ^enfmälern tx- fd^eint nur ein ^q\>\, itnb jtDnr geflod^ten, nufeerbem tragen eine ganje %h\ia\){ ber SlMnner lange SSärte. S)ie ^aartrac^t ber grauen ift biefelbe lüie bie ber SOMnner. 2)ie Ä'Ieibung ber SO^änner ift meift ein ©einanb mit furjen, bis 5um falben Oberarm reid^enben trmeln, ba§ am §alfe ge= fc^toffen ift. 9^ac| unten reidfjt e§ nur bi§ etmaä ober£)aIb ber i^niee, an feinem @nbe üielfac^ einen Söefa| öon granfen (gig. 6), ober eine birfe ©orte (^ig. 3) tragenb. Sin ben Ruften ift e§ burd^ einen breiten ®ürtel gegürtet, unterl)alb beffen ein fc|räg nac| unten üerlaufenber ©dE)üg angebeutet tüirb. Db unb mie bie Seine belleibet raaren, ift nac^ ben 9?elief§ nic^t fidler p entfd)eiben. ©tatt biefeS fur§en finbet fic| feltener ein Iange§, bi§ auf bie gü^e reid^enbeg Meib, ebenfalls mit fur§en trmeln, am §alfe gefc^loffen, unb um bie <püften gegürtet, ßutoeilen fd^eint ber ©ürtel in nod§ unerHärMjer 3Seife teil§ untertjalb, teife Dbert)a(b be§ ©etoanbeS p öerlaufen. ®ie§ tieib ift SWännern unb grauen gemeinfam. Sei ben legieren fd^eint e§ mandfimal (f. gig. 7) unterl)alb be§ ®ürtel§ in fenfrecEjten galten I)erabäufaEen. 9In anberen ©teilen ift e§ mit ©pigen ober granfen befegt. ®at)on ift gu unterfdf)eiben ein langer 9J?anteI, ber jebenfallg über bem oben gefdE)ilberten furgen 5RocE getragen toirb unb jloar, mie e§ fc^eint, nur bei ^^erfonen üon 33ebeutung, ^rieftern ober Slönigen (f. gig. 2). ©eine ©runbform ift anfd()einenb ein einfaches, langes Slud), baS an ben ©nben in ^i^iid augläuft. ®er eine B^Pt^^ ^'^'^'^ ^orn nad) l)inten über bie eine ©d)ulter ge= fc^lagen, baS Stud) nun unter bem anbern 2lrm burdjgejogen unb au^en ()erumgefd)lagen, fo eine magered)te gälte für ben Slrm bilbenb, bann loirb eS, mit feiner oberen ^ante feft im Daaden anliegenb, über ben 9iüden, unb fdfjliefelid) ber äußere '^\)?\d üon tjinten l)er über ben freien Oberarm nac^ üorn l)erübergefc^lagen, foba§ eS lang l)erunter£)ängt. 5lbb. 2 (©. 14) geigt ben linfen 5lrm frei, bie fleinere gigur auf 5lbb. 8 (©. 25) bagegen ben red)ten. Ob ber 3[Rantel auf ber ©d)ulter burd) eine ©djnaÜe jufammen* gel)o[ten mar, ift nid)t i\x erfeljen, aber mal}rfd)einlid). 2luS ben 2lbbilbungen ift gu öermuten (f. 5. S. gig. 2), ba| biefeS ÄIeibungS= ftüd aus funftoollen, ®emeben t)ergeftent mürbe. Sei ben grauen mirb bie ^leibung, auS bem befd)riebenen langen, furjärmeltgen, ge= gürteten ®emanbe beftel)enb, jumeilen burd) ein barübergemorfeneS (^elDanbftüd OerüoUftänbigt, baS faum etmaS anbereS fein fann, als ein ©d)leier (f. gig, 4, 5). ^erfelbe ift irgenbmie an ber 5l'o|3f= 3)er alte Ctictu. IV. 2](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21464030_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)