Keilschriftmedizin in Parallelen / von Dr. med. Felix Freiherr von Oefele.
- Felix Freiherr von Oefele
- Date:
- 1902
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Credit: Keilschriftmedizin in Parallelen / von Dr. med. Felix Freiherr von Oefele. Source: Wellcome Collection.
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![21] fid) jeboc^ barau^, ttafe bies fäintüd) SaaMnlber [inb, nidjt ^riegö^ Irenen. ®er teqäioaflen Wirb aucf) prSatiib berttienjiet. ^lere, auf bie mau Sagb' mad)t, fiuben totr ben Söroeu uub ben ^ofeu barcieftellt. ©rftereu jaqte mau lutt |)uuben. Stuf einer ber Sljor^ platten üon <Seubfd)irli (f. b. golg.) ift ein Sagbgott bargeftellt mit meuic§lid)em Körper, aber bem Eopf eine^ Sötüen. Sn einer §anb t)ält er einen ^afen, in ber anhem ein aBuifioI^, ba§ bauad) aljo bei ber Saqb benu^t würbe. SBeiter fi§t auf feinen @d)ultern je ein SSogel, ^ffeni^^^-' S^^lte, ben man fc^ou in alter geit getüoI)nt war, äur Sagb abaurid^ten. 5)iefe eigentumlid)e ©ötterfigur, ein ©emifd) au§ 3!J?enfd) uub ^ter, leitet gur gieligion ber ^ettiter über. Sind) l)ier ift bie ©ürftigfeit uub ITuburdifidititjteit ber Überlieferuucj uub ba§ uod) felileube SSerftänbnig ber Sufc^riften gu beflatjen. ©ö finb infolge« beffen nur ^erftreute ©inseUjeiten, bie feftgefteüt Werben fönnen. SBeId)en einzelnen SSölferfdjaften bie ©ötternamen entftammeu, bie bie ®riec|en für Slletnafieu überliefern, uub ob biefelben Wirftic^ fo unb nic^t anberö lauteten, ift uod) uid)t ju entfd)eibeu. 3uüer(äf= figer, aber wenig umfaugreid], finb bie 9JätteiIuugen ber ^'eilinfc^riften. einiges ift auc^ auäi ^erfouennamen gu erfd)liefeen, ba _biefe im Drient f)äufig mit ©ötternamen gufammengefe^t finb. Über hai^ aSefen ber ©ötter bele[)ren mi bie bilblic^en ©arftettungeu bi'o gu einem geWiffeu ®rabe. ®ie Überlieferung ftellt überall in Slleinafien unb 9^orbf^rien bie ^erel)rung einer ©öttin, juWeilen als bie „gro^e 5Dtutter be* geidinet, in ben ^43orbergrunb. Sn ^omana in ^appabocien Würbe fie unter bem Slawen Tla üerel)rt. ©ie trägt auf bem Slopf bie fogenannte 9Jc\uterfroue. 3t)ltofe ^riefter unb ^^riefterinnen bleuten il)r. S)ie legieren l)ie^en Slnuijonen unb finb als friegerifd)e ^rie= fterinnen befanut. ®ie erfteren, S5erfd)nittene, fül)reu ben S'iamen ©allen unb bilben eine @igentümlid)feit beS fleinafiattfc^en ^ultuS^: 2)ic gefte ber ©öttiu, ^u benen gro^e ^ßolfSmeugeu gufammen^ geftrömt fein füllen, Würben mit Wilben ©efängen uub aBaffeutäugen unter raufd)enber 9)htfit gefeiert, unb babei gerieten bie ^riefter in a^aferei bis jur ©elbftentmannuug. SlEerbingS wirb bieS öom ^ult ber großen ©öttiu in |)ierapoliS=Sambt)fe in 9^orbft)rien erääl)lt. ?lber baS ift biefelbe ©ottiu, Wie jene. Wenn fie and) einen anbern 1) SSergl. „SUtet Drient 3. ^a^rg. @. 92.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21464030_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)