Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold.
- Siebold, Carl Theodor Ernst von, 1804-1885.
- Date:
- 1871
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Credit: Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold. Source: Wellcome Collection.
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![Verfolgt man die in den Aveiten Eileitern von Schalensubstanz umgossenen Dottermassen bis zu den Eierbehältern, so wird man sie hier (Fig. 1. (j und Fig. 6. n) kurz nach ihrem Eintritt noch wenig verändert finden. Ihre rothbraune Eischalensubstanz, Avelche ohne Spur eines dazAvischen liegenden Chorion die Dottermassen unmittelbar umschliesst, besitzt anfangs noch immer eine geAvisse elastische Nach- giebigkeit, Avie dies ihre sich flach drückenden Berührungsstellen ver- rathen, erst nach und nach erhärtet und verdickt sich dieselbe, wobei sie sich zu runden Eischalen umformt. Indem die Apuseier durch diesen Abrundungs - Process einen viel geringeren Raum einnehmen, gestatten sie anderen nachrückenden mit Dotter gefüllten Eikapseln den Eintritt in die Eierbehälter, Avodurch diese zuletzt mit dicht an einander gedrängten runden Eiern prall angefüllt Averden. Während die Eier in den Eierbehältern sich abrunden, Avird ihre allmählich fest und undurchsichtig geAvordene Eischale abermals mit einem Stoffe um- gossen, welcher sich mit der inneren festen Schale innig verbindet und den oben (pag. 186) erAvähnten blasigen und durchsichtigen Ueber- zug (Fig. 9] darstellt. Da die Apuseier diesen eigenthümlichen Ueber- zug erst in den Eierbehältern erhalten, habe ich mir viele Mühe gegeben, die Beschaffenheit der Wandungen der Eierbehälter zu er- forschen, indem ich hoffte, aus deren Structur errathen zu können, Avelche Bedingungen die sonderbare Form jener äusseren Eischalen- schicht veranlassen möchten. Es Avar dies für mich eine sehr schwie- rige Aufgabe, da die Wandungen der Eierbehälter (Fig. 6. q), Avie dies die ausserordentliche Durchsichtigkeit derselben schon im voraus vermuthen Hess, sich als ungemein dünn und leicht zerreissbar heraus- steUte. Nur mit grosser Sorgfalt und Aufmerksamkeit erreichte ich die Möglichkeit, einzelne kleine Fragmente jener Wandungen mir unter dem Mikroskope zur Anschauung zu bringen, Avobei ich mich überzeugte, dass dieselben aus einer sehr zarten farblosen und homo- genen Haut bestanden, auf deren der Höhle der Eierbehälter zugeAven- deten Fläche sich ein unregelmässiges Netz von chitinartigen Leisten ausbreitete (Fig. 8). So gering das Resultat dieser Untersuchungen auch ausgefallen Avar, möchte ich es doch Avagen, mit demselben eine Erklärung zu geben, Avie der blasige Ueberzug der Apuseier entstanden sein konnte. Aus den vielen ZAAÜschenräumen nämlich, Avelche die netzförmigen Leisten auf der inneren Fläche der Eierbehälter abgren- zen, schAvitzt Avahrscheinlich tropfenAveise ein schnell gerinnender Stoff hervor, der sich mit der bereits vorhandenen Schalensubstanz der Apuseier verbindet. Indem nun solche tropfenförmige AusschAAÜtzungen sich mehrfach Aviederholen und dicht an einander gedrängt Averden,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22300661_0202.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


