Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold.
- Siebold, Carl Theodor Ernst von, 1804-1885.
- Date:
- 1871
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Credit: Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold. Source: Wellcome Collection.
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![Weibchen. Dieser Jdytliotrephes longimanus wurde einige Jahre später in freiem Wasser verschiedener schwedischer Binnenseen, aber auch nur mit weiblichem Geschlechte beobachtet’ . P. E. Müller2 gelang es dagegen, in einem See Dänemarks auch zweigeschlechtige Generationen dieses merkwürdigen Polyphemiden häufig anzutreften, wobei sich der- selbe A'on dem bei den Daphniden so eigenthümlichen Vorkommen der jungfräulichen entwicklungsfähigen Sommereier und der befruchtungs- bedürftigen Wintereier überzeugte 3;. Eine andere neue Polyphemiden-Form, welche unter dem Namen Leptodora hyalina von Lilljeborg ■*) beschrieben wurde, verdient hier ebenfalls noch angeführt zu werden; auch von dieser Leptodora hat Lill JEBORG zuerst nur die eingeschlechtige parthenogenetische Fonn kennen gelernt, während erst einige Jahre später P. E. Müller3, die zweigeschlechtige Form mit ihren Wintereier tragenden Weibchen und ihren durch lange Antennen ausgezeichneten Männchen hinzufügte. Diese Leptodora hyalina, durch welche die Zahl der mit Parthenogenesis sich fortpflanzenden Arthropoden vermehrt worden ist, war übrigens als zweigeschlechtige Generation meinem Freunde Dr. G. W. Focke in Bremen seit lange bekannt. Im Jahre IS44 zeigte derselbe in der Section für Zoologie der zu ]4remen abgehaltenen Naturforscher-Ver- 1) Vergl. W. Lilljeborg: Be,skrifning öfver tvenne märkliga Crustaceer af ordningen Cladocera, in Öfversigt af Vetenskaps-Akademiens Förhandlingar. 1860. (Stockholm 1861. Vol. 17.) pag. 265. Taf. VIII. Fig. 23—29. 2) Vergl. dessen Danmarks Cladocera und Bidrag til Cladocernes Forplantnings- hi.storie, in der Naturhistorisk Tidsskrift. Bd. V. 1867—1868. pag. 203. Tab. IV. V. und pag. 309. 3) Es wurde dieser von Lilljeborg als Leydig’s Bythotrephes longimanus be- schriebene Poljpheinide später von Schödler in seinen neuen Beiträgen zur Natur- geschichte der Cladoceren (Berlin 1863, pag. 73) wegen seines geringeren Körper- umfanges und einiger anderer geringfügiger Abiveichungen zu einer neuen Art als Bythotrephes Cederstamü erhoben, welcher Name dann auch von P. E. Müller [a. a. 0.) für diesen Polyphemiden angenommen, später aber wieder aufgegeben worden ist, nachdem sich Müller bei seinen im Jahre 1868 an den schweizer Seen angestellten Untersuchungen von der Identität des schweizerischen und schwedischen Bythotrephes überzeugt hatte (vergl. dessen Note sur les Cladoceres des grands lacs de la Suisse, in der Bibliotheque universelle, Archives des Sciences physiques et naturelles. Tom. 37. Geneve 1870. pag. 327). Demselben glückte es nicht allein, sowohl in dem Bodensee, Züricher See, Thuner See und Genfer See diesen Bytho- trephes longimanus im freien AVasser anzutreften, sondern es gelang ihm auch im Monat November die Männchen dieser Daphnide im Genfer See aufzufinden. 4) VMgl. dessen Beskrifning etc. in der vorhin angeführten Öfversigt etc. 1860. pag. 265.'Taf. VII. VIII. Fig. 1—22. 5) S. dessen Danmarks Cladocera etc. a. a. 0. pag. 226. Tab. VI. Fig. 14 — 21 und pag. 309. Tab. XIII. Fig. 1 — 15.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22300661_0230.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


