Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold.
- Siebold, Carl Theodor Ernst von, 1804-1885.
- Date:
- 1871
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Credit: Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold. Source: Wellcome Collection.
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![sens der einzige, welcher die fertige Pseudonymphe der Honigbiene sehr gut abgebildet hat , nur sind dabei, wie er es selbst gesteht, die verbogenen Gliedmassen derselben etwas aus ihrer natürlichen Lage gebracht worden. Von Reatxmur, der doch Swammerdamm’s »Abhand- lung von den Bienen« gekannt hat, ist das Stadium der Pseudonymphe bei den Bienen ganz mit Stillschweigen übergangen Avorden, indem er annahm, dass die Umwandlung der Bienenlarve zu einer Puppe ganz in der bekannten Weise wie bei der Verwandlung der Raupen vor sich gienge 2). Es ist mir unbegreiflich, wie dieser Zustand, aus dem man, Avie der Kopf, der unvermerkt hinterwärts von seinem Hirnschädel ab weicht, sich langsamer vergrössert und ausdehnet; Avelches vornehmlich dadurch geschieht, dass die Augen mit ilnen Theilen durch eindringende Luft, Blut und andere Säfte sich erAveitern. Gleichfalls treibt auch die Brust vermittelst der eingepressten Luft und Säfte hervor; die Füsse soAvohl oben als unten an der Brust schAvellen mit auf und dehnen sich aus. Sie liegen unter dem Fell sehr artig; das erste oder vorderste Paar derselben liegt nächst an der Schnauze, und steht mit allen seinen Theilen A'on unten an oben hinauf nach dem Kopfe zu, so dass- das äusserste des ersten Paars Füsse oben, die Hüfften aber unten zu stehen kommen. Zunächst folgt das zweite Paar Füsse, das auf dieselbe Weise gelagert ist. Allernächst den Füssen stehen die Flügel, zuerst die grossen, und unter diesen die kleinen. Alsdann kommt das hinterste Paar Füsse, das unter dem Fell eben so liegt, Avie die beiden ersten Paare. Alle diese Theile sind unter dem Fell einigermassen gefalten und runzelig, auch gerne mehr als um die Helfte kleiner und kürzer, als sie nachhero sind, Avenn der Wurm zu einem Püpgen geAvorden. Dann alsdenn werden sie, nachdem der Wurm sich gehäutet, durch Luft und Feuchtigkeit oder Blut merklich und Avunderbarlich ausgereckt und verlängert. Diese Ausreckung Avird, wenn der Wurm seine Haut durch eine umwelzende BeAvegung niederAvärts von sich schiebet und zersprenget, gar sehr durch das sich abstreifende Fell befördert. Denn dieses Fell führt alle diese Theilchen als so viel an sich verknüpfte und eingeschlungene Strickgen mit sich.« 1) S. ebenda. Tab. XXV. Fig. IV. und pag. 384 die Erklärung dieser Figur. Demjenigen, welcher diese Abbildung der Pseudonymphe einer Arbeitsbiene mit der gleichzeitig von Saa'ammerdamm gelieferten Beschreibung und Abbildung der Avahren Nymphe oder Puppe derselben Biene (ebenda, pag. 171. Fig. IX.) vergleicht, AA'ird sogleich der Contrast zwischen diesen beiden Puppenzuständen klar in die Augen springen. Mir liegen hier die verschiedenen EntAvicklungsphasen der Pseudonympha von Apis mellifica, Vespa vulgaris und Polistes diadema in mehreren durch Weingeist Avohlerhaltenen Exemplaren vor. 2) Vergl. RkvUMUK a. a. 0. Tom. V. Pait 2. 1741. pag. 262; «Nous avons parl6 si au long en differens endroits, de la manifere dont s’accomplit la ni6tamorphose des Chenilles en Crisalides, et celle des Vers de divers genres qui doivent devenir des Mouches ä quatre alles, en Nymphes incapables de veritable mouvement progressif, qu’il seroit tres inutile que nous nous arrßtassions ä döcrire comme se fait le change- ment d’6tat du Ver d’Abeille. On sait assez que sa peau doit se fendre sur le dos, que la Nymphe sort peu ä peu par la fente qui s’y est faite, qu’elle force cette ])eau ä aller en arriere, que la Nymphe s’en tire toute entiöre; et que des qu’elle s’est defaite de cette eiiA'elope, on lui peut trouver toutes les parties ext6rieures d un](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22300661_0046.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


