Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold.
- Siebold, Carl Theodor Ernst von, 1804-1885.
- Date:
- 1871
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Credit: Beiträge zur Parthenogenesis der Arthropoden / von C.Th.E. v. Siebold. Source: Wellcome Collection.
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![l’uppenlebeu der Vespiden und Apiden, den ich als Psetidonympha be- zeichnet habe, den Beobachtern so lange hat entgehen können. Ich habe mich bemüht in der Literatur Beschreibungen dieses bei den Wespen und Bienen so eigenthümlich verlangsamten Verpuppungs- l’rocesses aufzufinden, und konnte ausser den schon citirten Angaben Swammerdanm’s nur noch in Gundelach’s Schriften eine Stelle ent- decken, in welcher dieser bekannte Bienenzüchter die von mir oben erwähnten Vorgänge der Pseudonymphen an der Honigbiene mit ganz verständlichen Worten beschreibt i). Eine ganz gleiche Pseudonymphen- Bildung beobachtete Packard bei Bombm fervidm, die er als das Sta- Abeille, les antennes, les jambes et la trompe qui sont ramenees en devant du cote du ventre; et que ces parties n’ont plus besoin que de prendre de la consistance pour etre en etat de fournir ä tous les usages auxquels elles sont destinees.« 1) Diese Beschreibung befindet sich in Gundelach’s Naturgeschichte der Honig- biene (Cassel 1842. pag. 50), wo es wörtlich heisst: »Ist sie (die ausgewachsene Bienen- made) mit dem Kopfe wieder an den Deckel der Zelle gelangt, so zieht sie nun nach und nach den Leib in der Zelle herum, bis sie wieder einfach in der Zelle liegt, und, den Kopf vor dem Deckel, den Mund nach unten gekehrt, als Nymphe ihre Verwandlung abwartet. Zwischen dem zehnten und eilften Tag wachsen die Zangen der Biene aus der Nymphe heraus; gegen den zwölften Tag schiebt der Kopf und die Brust aus der Nymphe hervor, doch scheint der Kopf noch zur Hälfte in der Brust zu stecken, und auch diese ist noch nicht^usgebildet; der Einschnitt zwischen Brust und Hinterleib ist kaum zu bemerken; Füsse und Flügel sind noch nicht zu sehen. Bis zum Ende des di'eizehnten Tages hat sich der Einschnitt zwischen Brust und Hinterleib ganz ausgebildet; der Kopf hat sich zuerst schon ganz aus der Brust herausgebildet, Füsse, Flügel, Fühlhörner und Rüssel brechen hervor. Bis zum fünfzehnten Tag sind Füsse, Fühlhörner und Rüssel fast ganz ausgewachsen; die Flügel aber sind noch ganz klein; sie liegen von der Brust nach den Vorderbeinen herunter, so dass man sie kaum bemerkt. Die Biene ist dabei ganz weich und weiss. Den sechszehnten Tag sind alle Theile ausgebildet und die Augen werden braun. Der Rüssel liegt ausgestreckt unter der Brust der Biene; die Futterale desselben stehen zu den Seiten. Den siebenzehnten Tag werden die Augen schwarz; die Flügel haben sich schon ziemlich entfaltet. Am neunzehnten Tage ist die Biene ganz ausgebildet, jedoch die Farbe noch etwas weisslich; der Rüssel hat sich schon in den Gelenken eingeschlagen; der Hinterleib ist aber noch von der dünnen Nymphenhaut umgeben. Bis zum einundzwanzigsten Tag ist die Biene ganz reif, ihre Glieder sind braun und hart geworden, und die sehr dünne Nymphenhaut, welche den Hinterleib der Biene einhüllte, ist vertrocknet und von der Biene mittelst der Füsse abgestreift worden; sie liegt in einem Klümpchen, von der Grösse eines Stecknadelknopfes, auf dem Boden der Zelle.« Aus diesen An- gaben Gundelach’s erkennt man deutlich, dass die Mundtheile, Fühler, Beine und Flügel auch bei den Bienen nach und nach an der Pseudonymphe hervorwachsen; wann aber die P8eudonym])he in den eigentlichen Zustand der wahren Nymplie über- geht, hat Gundelach nicht scharf markirt; mir scheint es, als wenn zwischen dem fünfzehnten und sechszehnten Tag der Zeitpunkt eingetreten sein müsste, in welchem alle hervorgewachsenen äusseren Glieder der Biene sich gerade nach hinten aus-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22300661_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


