Zur Kenntniss der Mammarorgane der Monotremen / von Carl Gegenbaur.
- Carl Gegenbaur
- Date:
- 1886
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Credit: Zur Kenntniss der Mammarorgane der Monotremen / von Carl Gegenbaur. Source: Wellcome Collection.
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![her zeigte zunächst auf die starke Schichte des schon von Owen erwähnten Pan- niculus carnosus, den der auf einer I V2 cm langen Fläche durchschnittene Drüsen- apparat durchsetzte. Dieser bildet einen abgeplatteten Coinplex von 4 cm Länge und 2 cm 'Breite. Die Präparation zeigt ihn aus Läppchen oder Schläuchen zu- sammengesetzt, von 14^—16 mm Länge. Diese liegen vorwiegend schräg oder eben und convergiren gegen die fragliche Integumentspalte. Ihre Farbe ist blass- röthlich. Dieser Läppchen mögen gegen 100 sein. An ihrem blinden Ende sind sie abgerundet, erscheinen aber schon da nicht in der Regelmässigkeit und Ein- fachheit, wie sie Owen von E. hystrix dargestellt hat. ln Figur 4 gebe ich ein Ihld des Drüsencomplexes von der Seite, an welcher der Bauchschnitt eine grössere Anzahl der Läppchen theils quer, theils schräg getrolfen hat. Schon an den blinden Finden stellen sicli unregelmässige Buclitungen dar. Unregelmässige Vortreibungen und Einsenkungen zeigen sich auch an dem verjüngten Theile der Läppchen, deren schlankere, wie Ansführgänge erscheinende Abschnitte nahe an die Lederhaut ver- folgt werden können. Im Ganzen genommen sind jedoch auch hier die Theile minder deutlich sichtbar, als in der Owen’schen Figur, was aus dem nicht in Aktivität befindlichen Zustande des Apparates begreiflich wird. Die einzelnen Läp])- chen sind durch Bindegewebe znsammengehalten, welches eine Trennnng der ersteren nur bis zu einem gewissen Grade zulässt. An den Läppchen selbst vermag das Messer keine ferneren Zerlegungen vorzimehmen. Bevor wir auf den Bau dieser Organe und der bezüglichen Integumentslrecke näher eingehen, ist das Integument von Echidna sowohl bezüglich seiner Haare als auch seiner Drüsen zu prüfen, damit daraus für eine eventuelle Vergleichung mit der kritischen Stelle Anhaltspunkte gewonnen werden können. Sow eit ich es übersehen kann, ist nur wenig idier den Bau der Haut von Iwhidna bekannt. Leydig erwähnt Flchidna unter den Säugetliieren, welche Haarbälge mit Haarbüscheln besitzen (1. c. S. 707). Leber Drüsen findet sich nichts bemerkt. ln der Haut des Abdomens und zwar entfernt von der Areola linde ich folgende Verhältnisse: Die Haut bietet, abgesehen von den grölieren Faltungen, eine ziemlich ebene ObeiTläche. Von der Epidermis war die Haarschicht grösstentheils defect und nur das Stratum Malpighii noch in continuirlicher Lage zu erkennen. An der Lederhaut fehlten Papillen. Eine obeiTlächlichere Schichte bot feinere Binde- gewebszüge als die tiefere, welche den grössten Theil der Dicke der Lederhant bildete. Jegliche Muskulatur wmrd vermisst. Die Haarbälge durchsetzen schräge die Lederhaut, und entsenden je ein Büschel von Haaren. Es sind deren 2—6; am hänligsten finde ich 2—3 Haare beisammen. Wie Leydig schon angiebt, ist eines stets stärker als die übrigen, allein auch bei diesen waltet eine verschiedene Stärke,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22289422_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


