Grundriss der menschlichen erblichkeitslehre und rassenhygiene / von prof. dr. Erwin Baur, prof. dr. Eugen Fischer und privatdozent dr. Fritz Lenz.
- Erwin Baur
- Date:
- 1923
Licence: Attribution-NonCommercial 4.0 International (CC BY-NC 4.0)
Credit: Grundriss der menschlichen erblichkeitslehre und rassenhygiene / von prof. dr. Erwin Baur, prof. dr. Eugen Fischer und privatdozent dr. Fritz Lenz. Source: Wellcome Collection.
812/848 page 344
![344 Kurze Erklärung gebräuchlicher Fachausdrücke. Mendeln=die Bedingtheit der Erblichkeitserscheinungen durch gesonderte Erbeinheiten, deren jede die Wahrscheinlichkeit V2 hat, am Aufbau eines bestimmten Kindes mitzuwirken. (Def. Bd. 1 S. 328. Für anders¬ artige erbliche Bedingtheit fehlen beim Menschen sichere Anhalts¬ punkte.) Mixovariation (kürzer: Mixation) =]ene Variation, welche durch das wechselnde Zusammenspiel der Erbeinheiten bedingt ist (Def. Bd. 1 S. 6). Modifikation = Para variation (s. d.). Modifikationsfaktoren —Erbeinheiten, welche andere in ihrer Äuße¬ rung beeinflussen. Monohybridismus = Kreuzung zweier Rassen, die sich nur durch eine einzige Erbeinheit unterscheiden. m on о id e Ve г e rbun g = wenig zweckmäßige Bezeichnung für Mono¬ merie (s. d.). monomer= einheitlich erblich heißt ein Merkmal, welches praktisch im Wesentlichen nur durch eine einzige Erbeinheit bedingt ist. (Ein monomeres Merkmal kann entweder dominant oder intermediär oder interfèrent sein.) Monomerie = Bedingtheit wesentlich durch nur eine Erbeinheit. multipler Allelomorphismus s. Allelomorphismus. Mutation= große ,,sprungweise erbliche Variation; von vielen Autoren wird aber auch jede erbliche Variation, ohne Rücksicht auf die Größe ihrer Abweichung von der Stammform als Mutation bezeichnet, also dasselbe wie mit Idiovariation (s. d.). P-Generation = Parentalgeneration (Eltcrngeneration) = die Aus¬ gangsgeneration bei einer Kreuzung (Def. Bd. 1 S. 26). Pan m ix i e entweder = wahllose Vermischung oder = Abschwäch ung der Auslese (mißverständlicher und entbehrlicher Ausdruck). Parakinese= Verursachung von Paravariationen (s. d.). Parallelinduktion=,,gleichsinnige Beeinflussung von Soma (s. d.) und Erbmasse. (Nicht völlig klar gedachter Begriff.) Paraphorie=^ Nachwirkung von Paravariationen (s. d.) auf die nächste Generation. paratypisch = nichterblich. Paratypus= die Summe der (nichterblichen) Erwerbungen eines Lebe¬ wesens. Parat3'pus also Phänotypus minus Idiotypus. (Es erscheint nicht zweckmäßig, den Paratypus als Summe der Reaktionsmöglich¬ keiten, durch die sich ein Individuum von einem erbgleichen unter¬ scheiden kann, zu definieren, wie es geschehen ist, weil ein Para¬ typus in diesem Sinne ausschließlich vom Idiotypus abhängig sein und folglich praktisch mit diesem zusammenfallen würde.) Paravariation (kürzer: Paration) = nichterbliche Variation. (Def. Bd. 1 S. 6). Peristase= Umwelt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b18026187_0813.JP2/full/800%2C/0/default.jpg)
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image