Was wissen wir über Pupillenreflexzentren und Pupillenreflexbahnen? / von L. Bach.
- Ludwig Bach
- Date:
- 1904
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Credit: Was wissen wir über Pupillenreflexzentren und Pupillenreflexbahnen? / von L. Bach. Source: Wellcome Collection.
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![Kontroverse hat sich nie darum gedreht, ob nun von dieser Stelle aus eine anatomische Verbindung z. B. im Sinne Bethe's bestehe oder ob es sich um Kontaktwirkung z. B. im Sinne Raraon y Cajal’s handle, sondern unsere Kontroverse dreht sich darum, ob tatsächlich vom lateralen Vierhügelgebiet bis zur Gegend deslateralen Kopfendes des kleinzelligen Medialkernes mittels der Marchi’schen Methode ein Degenerationsbündel sich naclrweisen lässt oder nicht. Ich bestreite dies, und Bernheimer hat bis jetzt diese seine Be- hauptung nicht zurückgenommen. Ich behaupte, dass die Veränderungen, die Bernheimer unter der Bezeichnung „Q. Bf.“ = Quer- u. Schrägschnitte der Bogenfasern abbildet, einen normalen Befund dai'stellen und dass die Degeneration des Opticus sich nicht bis dahin verfolgen lässt. Die Schaltzellen, auf die nun auch nach Bernheimer die Opticuserregung übergeleitet wird, liegen nicht erst in der aller- nächsten Nähe des lateralen Köpfen des des kleinzelligen Medialkernes, sondern weit lateral und dorsal davon. Eding-er-Westphal’sehe Kerne. (Kleinzellige paarige Medialkerne Bernheimer’s.) Bernheimer hat sich in seiner Arbeit: „Das Wurzelgebiet des Oculomotorius beim Menschen“ *) dahin ausgesprochen, dass die medialen Gruppen der Edinger-Westphal’schen klein- zelligen Kerne zum Oculomotorius gehören. Er sagt: „Es Hess sich bestimmt feststellen, dass dem paarigen kleinzelligen Medialkern (E. W. Kern) Fasern entstammen, welche viel zarter sind als alle bisher besprochenen. Sie ziehen in dorso- ventraler Richtung längs der medianen Begrenzung der Haupt- kerne herab und schliessen sich den medialsten ungekreuzten Faserbündeln an.“ Diese Befunde sind an Weigertpräparaten erhoben. Bernheimer gibt allerdings selbst zu, dass es kaum je gelingt, mit absoluter Sicherheit eine Einzelfaser als solche von den kleinzelligen E. W. Kernen bis hinab zum Oculomotorius- biindel auf dem Schnitte zu verfolgen. Jedoch Serienschnitte gaben ihm vollste Gewissheit. Cassirer* 2) und Schiff2) bemerken dazu: „Wenn man in Betracht zieht, dass die aus den Medianzellen und dem gross- zeiligen Median-Kerne stammenden Fasern, die nach Bernheimer ]) Bernheimer, J. F. Bergmann’s Verlag, Wiesbaden. 1894. 2) Cassirer und Schiff, Arbeiten aus Oborsteiner’s Institut für Anatomie und Physiologie det Centralnervensystems. 4. Heft. 1896.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22465765_0016.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


