Die Lepra-Bacillen in ihrem Verhaltnis zum Hautgewebe. Mit einer chromolithographischen Tafel / von P. G. Unna.
- Unna P. G. (Paul Gerson), 1850-1929.
- Date:
- 1886
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Credit: Die Lepra-Bacillen in ihrem Verhaltnis zum Hautgewebe. Mit einer chromolithographischen Tafel / von P. G. Unna. Source: Wellcome Collection.
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![«las ZeiDtmm des Haarbalgs vordringeu. fcli mache hier schon darauf aufmerksam, dals die bacilleufreien Häume (sog. Va- kuolen [y]) in den Bacillenhaufen des Haarbalgs eine sehr ver- schiedene Gr«)fse besitzen. Während sie bei vielen Haufen überhaupt nicht ausgehildet sind, nehmen sie bei aiiderii einen so grofsen Raum ein, dafs die Bacillen nur eine peripherische, dünne Schale ausmachen. ln bezug auf diese bacillenfreien, zentralen Räume werden wir später noch einmal auf die Bacilleuhaufen der Stachelschicht der Haai’bälge zurück- kommen müssen. Aufser der mittleren Balgregion ist noch ein zweite.s ü'hor für das Eindringen der Bacillen in das Haar innere vor- handen, d. i. die Haarpapille. Während sich die Bacilleii dort auf eine gröfsere Oberfläche verteilen, drängen sie sich hier auf einem kleinen Raume so zusammen, dals an vielen Haaren, besonders an kleinen Lanugohärchen, die Papille den Anblick eines einzigen, kegelförmig zugespitzten Bacillenhaufens irewährt. . So an den Papillenhaaren. An den Beethaaren ist das ganze Haarbeet die regelmäfsige Eingangspforte für die Bacillen. Während uns der subepidermoidale Ciitisstreifen die Grenze des Bacillenwachstums kennen lehrte, die äufsere Hemmung, welche demselben entgegentritt, lernen wir au.s der Verteilung der Bacillen über den Haarbalg einerseits, dafs die Bacillen zwischen echten Ejuthelien ebenso gut vege- tieren können wie im Bindegewebe, was nach dem iMangel der Bacillen in der Oberhaut immerhin fraglich erscheinen konnteh ' Köbner, 1. c. p:\o-. ,‘)01.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717163_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)