Die Lepra-Bacillen in ihrem Verhaltnis zum Hautgewebe. Mit einer chromolithographischen Tafel / von P. G. Unna.
- Unna P. G. (Paul Gerson), 1850-1929.
- Date:
- 1886
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Credit: Die Lepra-Bacillen in ihrem Verhaltnis zum Hautgewebe. Mit einer chromolithographischen Tafel / von P. G. Unna. Source: Wellcome Collection.
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![Bacillen in Blutgefäfsen. Neisser sagt über clieseu Gegenstand: „In den Bliit- gefäfseu konnte icli dagegen nie Bacillen mit Sicberbeit uacbweisen. ^ Wenn icb aucb den Nacbweis einer fast ausscbliefslicben Verbreitung dei* Bacillen der Haut in den Lympbbabnen derselben erbracbt babe, so ist damit eine regelmäfsige, irgend- wie bedeutende Abfuhr ins Blut und die übrigen Organe nocb durchaus nicht gewährleistet, da, wie ich andrenorts' nachgewiesen habe, nur die Lymphwege der Oberhaut und oberflächlichen Cutislagen, aber nicht die der unteren und des subkutanen Gewebes, und jene auch nur in beschränkter Aus- dehnung, für ihre Lymphe freien Abflufs besitzen. Diese anatomische Einrichtung erklärt das Beschränktbleiben vieler infektiöser Prozesse (so z. B. der Furunkel) auf die Haut allein. Ganz anders haben wir uns den Infektionsmodus bei der Lepra vorzustellen, wenn die Blutgefäfse der Haut selbst von Bacillen durchwuchert Averden. Es ist dann erst für eine fortdauernde Quelle der Gesamtinfektion von der Haut aus gesorgt, und das Yerschontbleiben bestimmter Organe und GeAvebe kann fortan nicht aus mangelndem Transport von der Haut her, sondern n u ]• durch ungünstigere Ernährimgs- bedingungen in den Organen selbst erklärt Averden, eine Auf- fassung, die bei der notorischen Vorliebe der Leprabacillen für bestimmte Organe (Haut, Herren, Leber, Hoden) die Ziemsseti'i Handhuch der Hautkrankheiten. Bei. I. pag. G-IT. ' Siehe u. h. Zieuissens Handbuch. Bel. I. pag. 109. —Mo)iats- hefte /'. prakt. Dermat. 1882, pag. 24. 2*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717163_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


