Die Lepra-Bacillen in ihrem Verhaltnis zum Hautgewebe. Mit einer chromolithographischen Tafel / von P. G. Unna.
- Unna P. G. (Paul Gerson), 1850-1929.
- Date:
- 1886
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Lepra-Bacillen in ihrem Verhaltnis zum Hautgewebe. Mit einer chromolithographischen Tafel / von P. G. Unna. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
79/106 page 73
![weise an die Stelle uiitergegaugener Hucilleii getreten sind, und T. dieselben auch als ein Degenerationsprodnkt aiiffassen möchte. Aber auch hier trennt uds eine prinzipielle Differenz, indem ich den Inhalt dieser „ Vakuolenals Produkt der Bacillen selbst betrachte, T. dagegen in demselben nekrotisiertes Zell- protophisma erblickt, ohne allerdings den Beweis dafür zu erbringen. Eine andrer Eund von Touton, den ich bisher nicht be- stätigen konnte, betrifft die Knäueldrüsen. Ich habe bei sorg- fältiger Untersuchung zu^eier Le])rafälle, von deren jedem ich mehrere Knoten frisch zu untersuchen in der Lage war, in den Knäueldrüsen keine Bacillen, dagegen eigentümliche, grobe Körner gefunden, die die Bacillentinktion teilen. Die dritte und gröfste Ditferenz betrifft jedoch die Lage der Bacillenhaufen. T. glaubt die alte xVnsicht, dafs dieselben in Zellen eingeschlossen sind, mit Hilfe seiner Methode retten zu können. Ich mache jedoch darauf aufmerksam, dafs seine Auffassung schon eine kleine, aber bedeutsame Modiffkatioii gegen die alte enthält. Er sieht die Bacillen nicht, wie man das früher annahm, den Leib der Zelle schrankenlos durch- wuchern und zum Absterben bringen, sondern er erblickt die Bacillen selbst wieder zusammengehalten A'on einer sie ein- schlielsenden Schleimmasse und verlegt sie mit ihrer Schleimhülle „zum gi’öfsereu Teik' in die sonst unveränderten Zellen hinein, während ich sie stets frei im (Uewebe liegen lasse. Ich habe mich in meiner ersten Mitteilung noch gehütet den Satz allgemein auszusprechen: die Bncillen liegen nicht in den Gewebszellen, weil ich damals noch keine Gelegenheit gehabt hatte, frischen Gewebssaft zu studieren. Seitdem ist mir diese Gelegenheit in reichem Mnfse zu teil geworden, und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717163_0081.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


