Die Krankheiten des menschlichen Auges : ein Handbuch für angehende Aerzte : nach den besten in- und ausländischen Werken, mit besonderer Berücksichtigung der Beer'schen Erfahrungen, bearbeitet und durch eigene Beobachtungen vermehrt / hrsg. von Carl Heinrich Weller.
- Weller, Carl Heinrich, 1794-1854.
- Date:
- 1822
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Credit: Die Krankheiten des menschlichen Auges : ein Handbuch für angehende Aerzte : nach den besten in- und ausländischen Werken, mit besonderer Berücksichtigung der Beer'schen Erfahrungen, bearbeitet und durch eigene Beobachtungen vermehrt / hrsg. von Carl Heinrich Weller. Source: Wellcome Collection.
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![reizend stärkende Mittel gehoben werden, wobei man aber keinesweges allgemeine Krankheiten, aus denen der Krampf und die Erschlaffung hervorging, vernach- läfsigen darf. — Sind Narben der äufsern Haut der Augenlieder Schuld an dem Hasenauge, so hat man, wie bei dem Ectropium, vdas Einschneiden des Augenliedes und die mechanische Avisdehnung der Wunde bis zur Heilung empfohlen; allein daraus geht selten ein günstiges Re- sultat hervor. In den neusten Zeiten hat Herr Prof. Dzondi*) ein Verfahren bekannt gemacht, nach wel- chem er schon öfters die Verkürzung oder Ausstülpung des Augenliedes hob: Nachdem man nämlich die, we- gen des kurzen unterliegenden Zellgewebes, oft unbe- wegliche Narbe, durch öfteres starkes Hin- und Her- bewegen derselben binnen 4 bis 8 Wochen bewegli- cher gemacht hat, schneidet man sie horizontal und völlig durch, löst mit dem Messer das unterliegende Zellgewebe, damit der nunmehrigen Auseinanderziehung der Wunde nichts entgegen stehe, verbindet dann am Operationstage die Wunde trocken, hernach aber mit Ungt. cantharid. und hasilic. gewöhnlich aä pts. damit durch diese reitzende Salbe eine starke Fleischwärz- chenproduktion hervorgerufen werde, fährt mit 24stün- digem Verband wenigstens 4 Wochen und länger fort, und läfst die hervorgeschossenen Fleischwärzchen, nicht früher heilen, als bis sie wenigstens eine Linie über die Wundränder hervorragen, und diese Wärzchen fest und derb genug sind, um auch nach der Vernarbung die vormalige Wunde ausgedehnt zu erhalten. Die EinwÄrtsWendung der Augenliedränder, Entropium, [tv, hinein und TQtnco, icli wen- de, kehre,] Introv ersio p alp ebrarum. Dieser Augenfehler besteht in einer solchen Um- wendung der Augenliedränder des untern oder obern, oder auch beider Augendeckel, dafs die äufsere Kante *) Beiträge zur Vervollkommnung der Heilkunde 1816. S. 169-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21083782_0078.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)