Beiträge zur Geschichte und Statistik des Taubstummen-Bildungswesens in Preussen.
- Prussia (Germany). Ministerium der Geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten
- Date:
- 1884
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Credit: Beiträge zur Geschichte und Statistik des Taubstummen-Bildungswesens in Preussen. Source: Wellcome Collection.
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![ftertum ber geiftticbcn :c. 9lnije(t\3ent)citen um eine Sßcraflaemeinerung beö 3;aub[liimnien4liiterrtc^ti'ö vingec^angen. (ähi fd^lefijdjer iSuper= inteiibent (^Keujmaun auö ^>Jani3enau bei ©ßcli^), ber itbtigenö nur baö Jr)an^alpl)abet fannte unb ompfat)!, reicibte nm 24. Sanuar 1822 eine 5)enffc!brift ein , in luelc^ev ec befüimortete, „ba§ ber 2:aub' ftnmmen4lnterrid^t ni^t wie eine befonbere j^unft bloS in ben für biefen Unterric^tö^iueig anv3eleciten 3n[tituten einc;ef(l)lü[fen bleibe, fonbern bergeftalt allgemein luerben müffe, ba§, wenn aud) ni^t alle (äi^ufle^rer, bod) meljrere berfelben, befonberä aud) [i(^ für baö ig^uhücfen intereffirenbe Sanbgeiftlicbe, auf mehreren ^))unften beö Sanbeä folc^e Unglü(f[id)e bei fic^ aufnehmen unb untervid}ten, unb aud^ jeber lüD^lüorbereitcte (Sc^uCle^rer berglei^en Unglürfli^e feineö Drteä in feiner @d)ule unterraeifen unb au8 bem Staube ber S^^ier* ^eit früf)5eitig ^erau8rei§en fonne. 3u ben üon i^m empfoblenen 5Ritteln gehört „bie 2lnöt)ängunci beä ^anbalp^abeteö in jeber (5(^uU ftube. — 5)er Äonfiftorialrat^ 5Rolte gu SSerlin empfahl in feinem ©utac^ten über bie ÜRen^mannfc^e 2)enff^rift üom 19. ^IJJar^ 1822 bie (Srric^tung Bieler einzelner Eleiner, überall, infonber^eit auf bem Sanbe, jerftreuter. unter bie Leitung »on ^rebigern gefteflter ^riüats Snftitute. 2lu(^ ber SBerein für bie ©r^iebung taubftummer It'inber, irelcfeer 1821 eine Unterric^t8 = *i[nftalt ju Sreßlau in bag Seben gerufen ^atte, beantragte am 23. Wäx^ 1824, ba§ bie ^anbibaten be8 @^ullet)rer=2lmte§ im bortigen Seminare mit bem Unterri(^te in ber 3;aubftummen=9lnftalt befannt gemacht mürben. 2)er ?!Kinifter, melciber fic^ für ben ©egenftanb interejfirte unb am 29. Suni 1823 eine Ermittelung aller äaubftummen im l^anbe angeorbnet ^afte, war bod) in feinen 3ugeftänbniffen uorfi^tig; fein IReferent mu§te, ba§ gur Untermeifung taubftummer Äinber bc= fonbere ®aben gehören. „@in Saubftummerlebrer mn§, ^ei§t eö in einer 33erfügung oom 2. 3nlil824, „einen fd^arfen unb fprei^en» ben SlicE, au8bru(f8üotle unb leid)t bemeglicbe ©efi^täjüge, bie ®abe ber @eberbenfpracf)e, fehlerfreie ©prai^merf^euge unb eine fe^r beftimmte Slrtifulation bei ber 2lu8fprad^e befi^en,' au§er» bem aber überhaupt ein Tltn']ä) von guten 3lnlagen, lebhafter @in= bilbungöEraft, rict)tigem Urtf)eile unb flarem SSerftanbe fein unb einen Ijeiteren Sinn, geübte Beobachtungsgabe unb babei ein freunb= lidjeö unb liebreid)e8 Sßefen f)nbt?n- SBährenb bie be^ei^neten Sßcrfd)läge im preu§ifd)en Unter= richtSminifterium ermogen mürben, überrafchte ein febr angcfchener baitif(^er Sdbulmann, njeldjer auf bem ®ebiete beS elementaren Sprachunterrichtes al8 eine Slutorität erften ^ftangeö galt, ber Sdhul= rath Dr. Johann 93aptift ©rafer ,^u 53airenth (ügl- über ihn ^alther a. a. O. S. 199. @d)mib @nci)flüpäbie 2. 3luf(. 3 S. 38) bie ^äbagogen burch feine 9lu8führungcn, ba§ ber 3;aub= ftumme neben bem SSoHfinnigen in ber Schule jroecfmä^ig unter»](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22301239_0031.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)