Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg.
- Fürstenberg, Moritz H.F., 1818-1872.
- Date:
- 1868
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Credit: Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg. Source: Wellcome Collection.
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![dor unteren Flüche des Brustbeines , oder in der Mitte zwischen Ellenbogcn- izelenk und der vorderen Fusswurzel, und wird hiernach zwischen 20—22 Zoll vom Fussboden entfernt sein; der untere würde hiernach etwa 4 Zoll unter dem Brustbeine liegen. Um die Thiere zweckmässig befestigen zu können, püegt, man an den Rand des Fulterganges vor dem Rande der Krippe, ein starkes Holzstüek von einem Ende desselben zu dem anderen zu führen. In früherer Zeit lag über diesem das sogenannte Halsholz, zwischen diesem und dem ersteren AA^irden um den einzelnen Stand der Kühe abzugrenzen, Ilolzstützen eingefügt. Durch dieses Halsholz soUte das Steigen in die Krippe verhindert werden. In neuerer Zeit hat man diese Vorrichtung nicht mehr angebracht, da sie nicht allein zwecklos, sondern auch einen nachtheiligen Einfluss auf den Widerrist auszuüben im Stande ist; in sehr vielen Fällen werden durch das Halsholz Quetschungen des Widerristes herbeigeführt, welche , so lange jene Vorrichtung voi'handen, schwer zu beseitigen sind. Die Befestigung der Kühe ist am zweckmässigsten durch eine K-ette, welche so lang sein muss, dass die Thiere beqüeto ihr Futter aufnehmen können, und durch dieselben beim Liegen nicht von dem Einnehmen einer ])equemen Lage abgehallen werden, zu bewirken. Entweder ist die mit einem Ringe endigende Kette vermittelst des letzteren an einer horizontal verlaufenden eisernen Stange derartig befestigt, dass der Ring sich bis zu einem, durch eiserne Krampen abgegrenzten Raum hin und her bewegen kann, oder aber es endet die Kette mit einem Knebel, w'elcher in einen, an dem Futtergange befindlichen Ring gefügt, die Befestigung bildet. Der an der Krippe verlaufenden Eisenstange ist der Vorzug zu geben, da mit dieser die Einrichtung so getroffen werden kann, dass bei eintretender Feuersgefahr sämratliche Thiere eines Ganges dadurch, dass die Stange entfernt wird, so- fort in Freiheit gesetzt werden können. Um die Stange leicht entfernen zu können, wird ihr eine solche Länge zu geben sein, dass sie durch die Um- fassungsmauer bis auf den vor dem Stalle befindlichen freien Raum reicht, das Ende ist mit einem Haken versehen, an welchen, wenn die Entfernung der Stange geboten ist, Pferde gespannt werden können, die dieselbe heraus- zufordern haben. Von besonderer Wichtigkeit ist die Ventilation des Stalles. Diese muss stallhaben, ohne dass die Kühe der Zugluft ausgesetzt werden; nichts führt leichter, besonders bei sehr milchreichen Thieren, Erkrankungen der Milch- diHsen herbei, als eine durch Zugluft veranlasste Erkältung. Die Ventilation kann durch Fensler und Dunstschornsteine vollständig vollführt werden. Bei einer Höhe des Stallraumes von 13 —U Fuss können die Fenster so hoch gelegt und zweckmässig vertheilt w^erden , dass , wenn sie geöffnet sind, die durch diese eintretende kalte Luft nicht auf die im Räume befindlichen Thiere Iriftl. Die sehr häufig unter den Balken angebrachten AbzugsÖlTnungen sind dann ganz entbehrlich; ihre Wirkung in Bezug auf die Ventilation ist bei der](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717655_0117.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


