Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg.
- Fürstenberg, Moritz H.F., 1818-1872.
- Date:
- 1868
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Credit: Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg. Source: Wellcome Collection.
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![sUiudig (M-wiesen, dnss clor Fci niunlkürpiT nicl.l dvv üxv.L.lion unk'nvorIVn wurde, denn durch die Abheilung der Luft und des in ilu- enliiallenen Sauer- stoffes ist der Sauerstoff nicht von der Milch fern gehalten worden, da in der Milch verschiedene Gase untl hierunter auch Sauerstoff enthalten ist, der einen Theil d(>r Fermentsubslanz zu oxydiren im Stande ist, und so zur Ein- leitung der Milchsiiuregährung zur Verwendung kommen kann. Sullivan's ') Untersuchungen von in wohl verschlossenen Flaschen wäh- rend längerer Zeit aufbewahrter Milch zeigen, dass auch ohne Luftzutritt die Milchsiiurebildung vor sich geht. Nach Pasteur ist das Milchsäureferment dem Mycoclermu aceti sehr ähn- lich. Der Durchmesser der einzelnen Glieder beträgt nach ihm etwa i/ßoo Millimeter. Von der Alkoholhefe unterscheidet sich das Milchsäureferment Pasteiir's Angaben zufolge durch seine Gestalt und durch die eigenthüm- liche wimmelnde Bew'ecuns. Lefort will Harnstoff in der Milch gefunden haben, ausserdem sind noch Spuren von Leuchi und Tyrosin in dem Milchdrüsensecrete nachgewiesen worden. Der in der Frauenmilch entdeckte dem Protagon nahestehende Körper w ar in der Kuhmilch nicht aufzufinden. Bei Entzüntlungen der Drüsensubstanz, wo die Blut- und mit dieser die Sauerstoffzufuhr zu diesen Theilen nicht unbedeutend ist, hat eine Bildung von Fermentsubstanz statt und tritt infolge dessen schon in den Milchcisler- nen etc. Milchsäure und das Coaguliren des Käsestoffs auf. 6. Die mineralischen Bestandtheile des MilchdrUsensecretes machen einen nur geringen Theil der festen Bestandlheile aus, sind aber trotz der geringen Menge, in welcher sie sich vorfinden, doch von grosser Wichtigkeit fiu' die Ivörperentwickelung der Neugeborenen. Wir finden in der Milch phosphorsam^e Kalkerde, phosphorsaure Magnesia, phosphorsaures Eisenoxyd, Chlorkalium, Chlornatrium, Natron und phosphorsam'es Natron; w^ihrend die ersteren Körper von allen Forschern, welche die anorganischen Bestandtheile der Milch einer Untersuchung unterwarfen, aufgefunden wor- den sind, ist der letztere, das phosphorsaure Natron, nur von einigen Che- mikern in der Milch nachgewiesen worden. Wilson w^eist in der Milch das Fluorcalcium nach und ich habe in den Aschenbestandtheilen den kohlen- sauren Kalk gefunden. Die Untersuchungen von Pfaff' und Schwartz 2) er- gaben eine Menge von 0,3742 Salze in 100 Theilen Kuhmilch. Die Salze waren phosphorsaurer Kalk 0,180.3 phosphorsaure Magnesia 0,0170 phosphorsaures Eisenoxyd 0,0032 \] Sullivan, W. K. On (he change of Caseine into Albuinen with sonie observations on lactic fermentation. The Atlantis 1859. p. 4 86. 2) Diss. inaug. sist. nova expcrim. circ. iact. prlncip conslit. Kiel 1833.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717655_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


