Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg.
- Fürstenberg, Moritz H.F., 1818-1872.
- Date:
- 1868
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
9/236 page 1
![Das die Milchdrüsen oder Brustdrüsen, Mammae, bergende, gewöhn- lich das Euter genannte Organ ist im vollständig entwickelten Zustande bei den der Milchproduclion wegen gehaltenen Kühen liinglichrundlich, und er- streckt sich, je nachdem es mehr oder weniger stark entwickelt ist, entwe- der von den Schambeinen bis in die Nabelgegend (stark entwickelte bleiben mit ihrem vorderen Ende oft nur 2—3 Zoll vom Nabel entfernt) oder es tritt, wie dies bei kleinen Milchdrüsen der Fall ist, mit seinem vorderen Ende nur noch der Grenze der Nabelgegend nahe. Nach hinten sehen wir sehr grosse Euter über die Schambeingegend fort bis zur Scham hinauf reichen, kleine Euler dagegen entweder nur bis an die Schambeine treten, oder das hintere Ende derselben die Queräste der genannten Knochen bedecken. An den Seiten liegt das Euter dicht an der inneren Fläche der Hinter- schenkel und erfüllt nicht nur die Scham-, sondern auch dieinguinalgegend. Die Kühe sind, wie alle unsere Haussäugethiere, mit zwei Milch- oder Brustdrüsenagglomeraten versehen, die durch eine starke, faserige Scheide- wand, die in der Richtung der Linea alba verläuft, von einander getrennt werden, und deren jede gewöhnlich 2 Ausführungsgänge, welche an der Spitze der sogenannten Zitzen in den Brustwarzen enden, besitzt. Zuweilen finden sich an jeder Seite 3 Zitzen, die hinterste dieser ist dann gewöhnlich verkümmert, und da der in derselben verlaufende Ausführungsgang in der Mein-zahl der Fälle ohne Verästelung und Bildung von Milchdrüsenbläschen ])iind endet, so erfolgt nur in seltenen Fällen aus ihr ein Austreten von Milch. Aeusseriich ist die Grenze zwischen den Drüsenagglomeraten durch eine seichte, rinnenähnliche Vertiefung angedeutet, die besonders deutlich an dem hinten gelegenen Theile des Euters w alu-zunehmen ist, und sich von hier zwischen den 4 Zitzen verlaufend, nach vorn erstreckt. Von dem un- teren und hinteren Theile des Euters aus kann man dort, wo diese Rinne verläuft, oft ziemlich weit mit der Hand nach oben zwischen beide Hälften gelangen. An den Seiten des Euters finden wir keine der eben geschilderten Fürstenberg, Mikharüsen. i](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717655_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


