Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg.
- Fürstenberg, Moritz H.F., 1818-1872.
- Date:
- 1868
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Credit: Die Milchdrüsen der Kuh, ihre Anatomie, Physiologie und Pathologie ... / von M.H.F. Fürstenberg. Source: Wellcome Collection.
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![lion bindunyen, Stolle, die wir hei der FUllorung, wo es sich um Slonproducllc handelt, in ei\sl(M-Linie zu hiM-üoksiciiiignn hjihcn. Das Prävalirciido, und den Umfang hildcndo ist hei diesen Futterstollbn nicht die Menge dei- unver- daulichen S'tofle, sondern das Wasser, in zweiter IJiiie konuuen dann ei\st hei einem Thei]e der hiehergehüi-igen Futteriiiittel die unverdaulichen Gewebe etc. Kein Wasser stellt sich so hoc-h im Preise, wie das Vegetationswasser, d. h. dasjenige, welches in den Irischen grünen IMlanzen, Wurzeln und Knollen enthalten ist. Seihst das Wasser eines mit den hedeulendsten Kosten iierge- richteten Brunnens ist nicht so theuer wie Jenes, und schon aus diesem (irunde ist es zweckmässig, von der Verfiilterung grüner Pdanzen, der Wurzelge- wächse, der Knollen etc. abzustehen, wenn auch, wie ich gern zugestehe, bei der Ilerrichtung der grünen i^llanzen zu Jleu ein Theil der Nährstofle verloren geht und ein anderer Theil nicht selten durch die Witlerungseinflüsse eingebüsst wird. Die Menge der Nährstolle, welche z. B. durch Wilterungs- einflüsse verloren geht, ist natürlich in den verschiedenen Jahreszeilen verschieden, bei günstiger Witterung ist der Verlust unbedeutend, da- gegen bei ungünstiger Witterung bedeutend. So führt tlas Beregnen dieser Futterstoffe dadurch eine nachweisbare Veränderung in ihren Nährstolfquan- titäten herbei, dass ein Theil der Nährstoffe durch den liegen ausgewaschen wird. Analysen von Heu, welches in 3 Tagen geworben, und von Heu desselben Stückes, welches 14 Tage auf der Wiese liegen musste, da es nicht gleichzeitig mit dem anderen in Folge des Einl'allens von schlechtem Wetter eingefahren werden konnte, wurden in dem Laboratorium des Pro- fessor Slöckhardt ausgeführt und in dem Chemischen Ackersmann im Jahre 1858 veröffentlicht, und lassen sehr deutlich den Untei'schied in beiden Sorten erkennen. Die Bestandtheile des guten, und des vom Regen befallenen Heues waren folgende: gutes Heu. beregnetes Heu. Stickstoffhaltende Bestandtheile . . 7,8 6,5 Stickstofflose « « . . 54,0 49,8 Holzfaser 32,1 36,5 Asche • • 6,' Ijß . 100,0 100,0 Es sind mithin die Nährstoffe bedeutend durch die Einwirkung des Re- ^ens an Menge vermindert worden. Ebenso werden auch l^ei dem GrUn- futter durch das Bei-egnen eine nicht unwesentliche Menge von Nährstoflen aus diesem entfernt. Wie wenig Vortheil, man kann eigentlich sagen, wel- chen Nachtheil die Fütterung von wasserhaltigen Gewächsen, wie Wur- zeln etc. mit sich führt, geht aus Folgendem hervor. Der chemischen Analyse zu Folge sollen sich 80 Pfd. Runkelrüben und 8 Pfd. Roggenkleie gleich ver- halten. Die ungefähr 1V-) Cuhikfuss Raum eiimehmenden 80 Pfd. Runkel- rüben enthalten 70 Pfd. Wasser, 1,23 stickslollhallende, 6,88 stickstolflose](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717655_0096.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


