Anatomisch-physiologische Studien über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen / von Josef Gruber.
- Josef Gruber
- Date:
- 1867
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Credit: Anatomisch-physiologische Studien über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen / von Josef Gruber. Source: Wellcome Collection.
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![Hoher Fleck auf, welcher von dem mehr weniger deutlich durch- schimmernden Promotorium herrührt. Dieser Fleck ist je nach der Eigenfarbe der Schleimhaut des Promontoriums verschieden gefärbt, bald mehr röthlich, bald mehr weiss, und erstreckt sich je nach der Nähe und dem Grade der Convexität des Promontoriums bald über einen grösseren, bald über einen geringeren Abschnitt des rl rommelfells. Die Convexität des Promontoriums bringt es mit sich, dass einzelne Abschnitte desselben dem Trommelfelle näher, andere entfernte] liegen, und dieser verschiedenen Entfernung ist es zuzuschreiben, dass der mehr oder weniger als rundliche Scheibe sichtbare Fleck unten, vorn und oben mehr weniger verwaschen erscheint, wah- rend er am hintersten Abschnitte, wo das Promontorium, wegen der nach hinten sehenden Nische des runden Fensters, plötzlich auf- hört, auch meist plötzlich in die grauliche Farbe des Trommel- fells übergeht. Nicht selten scheinen die beiden Begrenzungs- schenkel der Nische des dreieckigen Fensters als die Ausläufer des Promontoriums durch, wo man dann die zwischen beiden liegende Nische als grauen Fleck deutlich erkennen kann. Selbstverständlich wird der so eben beschriebene vom durch- scheinenden Promontorium herrührende Fleck am Trommelfell an1 dem dem hinteren Promontoriumsabschnitte entsprechenden Segmente am deutlichsten, da hier die Convexität des Trommel- fells am stärksten und die Mischfarbe des Trommelfells au der Grenze des Promontoriums nach rückwärts plötzlich wieder mein in die Eigenfarbe der Membran übergeht. Je nach der Aus- dehnung des eben besprochenen vom Promontorium herruhrenden Fleckes bleibt an der Peripherie des Trommelfells ein verschieden breiter, peripherer Saum, der wieder mehr die graue Farbe des Trommelfells zeigt und an der äussersten Peripherie des letzteren entweder in den lichtgefärbten Ringwulst, dessen einzelne Theile mehr weniger sichtbar sind, übergeht (s. S. 19), oder welch grauer Saum erst an dem inneren Rande des Gehörganges von der Farbe der Gehörgangsgebilde abgelöst wird. Selten scheinen bei normaler Beschaffenheit des Hörorgans noch andere Gebilde aus der Trommelhöhle durch das Trommel- fell durch. Unter diesen ist es zumeist das unterste Ende des abwärts steigenden Ambosschenkels, das bei besondeiei Duic i sichtigkeit des Trommelfells an dessen hinterem Segmente in c ei Nähe des Hammergriffes als weissgelbliches Stieifchen sichtbai ist (Taf. I, Fig. 1 a), an dessen unterem Ende man sogar, wenn](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22383475_0058.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


