Studien über das Uterusmyom, in seinen Beziehungen zu Konzeption, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.
- Troell, Abraham.
- Date:
- 1910
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Credit: Studien über das Uterusmyom, in seinen Beziehungen zu Konzeption, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Source: Wellcome Collection.
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![Ov. dx.). Normale Heilung. 15. 11.: Uterus frei beweglich, ohne Bemerkung. Untersuchung am 9. 11. 08: Gesund. In den letzten Wochen etwas unregelmässige Blutungen. Uterus anteflektiert, normal gross, frei beweglich; in der rechten Wand nahe dem Fundus ein haselnuss- grosses, subseröses Myom. — Maximalzeit = 1 Jahr. 4. Nr. 117, 1909. Frau M. P., 35 Jahre alt. Kräftig gebaute Frau. Wegen Cancer mammae dx. vor 4 Jahren operiert; rezidivfrei. Seit 12 Jahren verheiratet. 3 Kinder, das letzte vor 5 Jahren. Seit Juni 1908 bisweilen reichliche Menses. — 15. 9. 1908: Uterus auf- recht, normal gross. Pat. in der gynäkologischen Klinik während Nov. und Dez. 08 wegen Endometritis haemorrhagica behandelt. 20. 11.: Der Uterus fühlt sich möglicherweise etwas vergrössert an. — 10. 12.: Abrasio. Keine besonders reiche Ausbeute; pathoL-anatomische Diagnose: Nichts Malignes. Länge der Uterushöhle 8 cm (Sonde). — ö. 4. 09: Seit Beginn des Jahres fast ständig Blutungen; dann und wann Pause von einigen Wochen. Pat. ist matt und müde geworden. Hämoglobingehalt = 45 (Fleischl); rote Blutkörperchen 2225000. Portio etwas nach links verschoben. Uterus aufrecht, vergrössert; Fundus 3 fingerbreit oberhalb der Symphyse. Von der rechten Wand aus und durch eine Furche von ihr geschieden, wölbt sich eine runde, feste Geschwulst, wie es scheint von der Grösse eines kleineren Apfels, hervor. Adnexe normal. Sonde 8,5 cm. — Maximalzeit = V2 Jahr. 5. Nr. 178, 1909 (gleich 4. nicht in meinem sonst verwen- deten Myommaterial enthalten, das ja nur die Fälle bis zum Jahre 1908 incl. umfasst). Frau S. J., 43 Jahre allt. Menstruation stets regelmässig, 3-—4 Tage dauernd. Fin Kind vor 15 Jahren. Voi t Jahren hat Pat. Prof. Essen-Möller wegen Flusses konsultiert: Uterus damals normal gross. Jetzt seit mehreren Jahren etwas häufigei, aber nicht schmerzhafter Handrang. Seit Herbst 1908 hat Pat. eine Geschwulst im Bauche bemerkt, die seitdem stetig gewachsen ist und nun bis zum Nabel reicht. Bei Laparotomie im April 1909 wurden ein ungefähr kindskopfgrosser myomatöser Uterus, ein ungefähr gleich- grosses rechtsseitiges Ovarialkystom sowie aut der linken beite eine eswas ausgedehnte, wahrscheinlich gonorrhoische lube konstatiert, Su'pravaqinale Amputation und Entfernung beider Adnexe, Heilung. (6. Weniger Interesse in dieser Hinsicht bietet ein anderer Fall [Nr. 17, 1906], eine 50-jährige, seit 10 Jahren verheiratete 0-para. die vor 23 Jahren in einem anderen Krankenhaus [SabbatsbergJ wegen doppelseitiger Parametritis behandelt wurde; sie wuide damals als gesund entlassen, ohne dass Myom nachgewiesen worden war [laut Mitteilung aus dem genannten Krankenhaus]. Nun hier weger Myom + inoperablem Portiokrebs [Sektionsbefund] aufgenommen.) Die Maximalzeit für die Bildung eines durch klinische Unterschungsmethoden objektiv nachweisbaren Myoms hat demnach in diesen Fällen zwischen V2 Jahr (2 Fälle) und 2 \ s Jahren (1 Fall) variiert1) — durchaus keine langen Zeiträume *) Vgl. indessen die Fnssnote unten S. 20o.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2499182x_0060.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


