Atlas der pathologischen Histologie des Auges / unter mitwirkung des Herrn Prof. Dr. C. Stellwag von Carion ; herausgegeben von C. Wedl.
- Karl Stellwag von Carion
- Date:
- 1861
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Credit: Atlas der pathologischen Histologie des Auges / unter mitwirkung des Herrn Prof. Dr. C. Stellwag von Carion ; herausgegeben von C. Wedl. Source: Wellcome Collection.
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![pen entsprechen; 3) die Demarkationslinie jener Stellen nach Art von aneinander stossenden Kreisabschnitten ist eine scharfe; 4) eine Verwachsung zwischen ret. u. Chor, findet hier nicht statt, weil es bei einiger Vorsicht gelingt, die beiden Häute unversehrt von einander zu trennen, hin- gegen ist eine Verklebung oder leichte Adhäsion wohl in der Weise vorhanden, dass eine Ablösung der ret. an den pigmentlosen Stellen minder leicht, als an anderen sich machen lässt. Das Zerfallen des Epithels lässt sich stufenweise ver- folgen. Die Gruppe von solchen zerfallenden Zellen ist aus ihrer Conliguität gerissen; es fehlen einzelne Zellen, und statt ihrer sind bloss Pigmentkörner und Klümpchen nebst freien Fettktlgelchen in den lichten Flecken; auch die noch vorhandenen Zellen haben ihre nette polygonale Begrenzung allem Anscheine nach durch Berstung einge- büsst. In vielen Zellen tritt eine Verfettung ihres Inhaltes ein, die Zelle behält ihre polygonale Gestalt, aber im In- nern finden sich statt der Pigment-Fettkörner, was sich sowohl bei durchgehendem Licht durch die veränderte Brechung als bei auffallendem durch die respective braune und graue Färbung erkennen lässt. Noch deutlicher ist die streckenweise Verfettung des Epithels darzustellen, wenn man dasselbe nach entsprechenderEinwirkung verd. Salzsäure mit der elastischen Lamelle der Chor, abhebt. An den des Epithels entblössten Stellen liegt feinkörniges Fett. Vg. = 350. Fig. 5. Stcatosis tuiiicae vasculosae chor. Diese mehr weniger ausgesprochene Verfettung besteht in der Ansammlung von freiliegenden Fettkörner-Gruppen (6, b), welche unabhängig von den Zügen pigmentirter Faserzellen (a) schon für das freie Auge merkliche, in Säuren unverän- derliche Trübungen hervorbringen und einen nicht seltenen Befund in senescirenden Augen abgeben. Vg. = 350. Fig. 6. Xeoplasia liyaliiia in laniella elastica chor. Diese Bildungen sitzen mit ihrer ebenen Fläche auf dem besagten transparenten Häutchen [a] fest, ragen mit ihrer glatten gekrümmten Oberfläche hervor, besitzen den Glanz und die Transparenz eines matten Glases, haben häufig einen Stich ins Gelbliche und verhalten sich gegen verschiedene Reagentien indifferent. Sie sind starr ge- wordene organische Massen, zuweilen mit radiärer Zer- klüftung auftretend. Letztere ist in manchen nur in der Rindenschicht (c, c) zu beobachten. Es ist unentschieden, ob sie den abnormen Zellenausscheidungsprodukten der Epi- thelzellen der Chor, beizuzählen seien. Sie sind stets von einem Kranze mehr weniger erhaltener pigm. Epilhelzellen umgeben und in senescirenden Augen zu suchen. In der vor- liegenden Abbildung ragt unterhalb der elastischen Lamelle (a) das atrophische Capillargefässnetz der Chor, {b u. vergl. Fig. 3) hervor, das an der ümschlagsstelle die Gefässreste als abgerissene kurze Fransen zeigt (6'). Vg. = 350. Fig. 7. Rcte capillare atheroiuatosiini ex pro- cessu ciliar! oculi seiiescentis. Das Netzwerk ist streckenweise mit Fetlkügelchen besetzt, die auch in grös- seren Massen agglomerirt sind (a). Es verfetten jedoch auch die pigmentirten Faserzellen. Vg. = 350. Fig. 8. IVeoplasia ossificata ad chorioideam in bulbo atrophico. Dieselbe kommt an der inneren Ober- fläche der Chor, zwischen dieser und der verbildeten und abgehobenen retina vor und besteht aus unregelmässigen Schichtungen von Knochenplättchen mit alveolarem Typus. Vg. = 350. Fig. 9. Staphyloma sclero-chorioidale. Atrophia cliorioidcae. Die Chor, lässt sich an der staphylomatö- sen Stelle nur bis zu einer gewissen Grenze abziehen und ist sodann mit der verdünnten Sclera verschmolzen. Man kann sich jedoch von dem Vorhandensein des glashellen Hänichens (lamella elast.) überzeugen, wenn man dasselbe von ausgeschnittenen Parcellen der Sclera lospräparirt, oder die glatte glänzende innere Oberfläche des umgestüjp- ten staphylom. Theiles in ausgespanntem Zustande prüft. Die pigmentirten sternförmigen Zellen, welche zwischen den Blutgefässen eingeschoben sind (a), verschwinden mit dem pigmentirten Epithel, und es erübrigt an dem staphy- lomatösen Theile nur mehr die pigment- und gefässlose, sich leicht faltende glashelle Lamelle (6). Vg. = 20.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21284799_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)