Mikro-organismen bei den Wund-Infections-Krankheiten des Menschen / von Friedr. Jul. Rosenbach.
- Rosenbach, Friedrich Julius, 1842-1923.
- Date:
- 1884
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Credit: Mikro-organismen bei den Wund-Infections-Krankheiten des Menschen / von Friedr. Jul. Rosenbach. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![7] bildet. (Fig. 7.) Ackere Kulturen sind schwer zu übertragen und gehen namentlich auf trockenem Agar überhaupt nicht an oder nur in kleinen Pünktchen, welche erst, wenn man sie nun noch einmal wieder überträgt, gut wachsen, Fäulnisswirkung des Bacillus saprog.Nr. i mit Luft, Ueberträgt man den Pilz auf Kolben mit Eiweiss und Wasser bei Luftzutritt und schliesst denselben dann luftdicht ab, so zergeht das Eiweiss rasch, die Flüssigkeit wird dann grünlich-gclb und wenn man nun den Kolben öffnet, so macht sich ein so pestilenzialischer Geruch geltend, wie man ihm sonst im Leben selten begegnet. Ich will bemerken, dass bei einem jeden dieser und der folgen- den Versuche die faulige Flüssigkeit auf Agar gestrichen wurde, um durch die hier entstehende Reinkultur des Mikrobions ver- sichert zu sein, dass die Wirkung von dem Fäulnissmikrobion allein stammte. (Ehe ich die Sublimatisirung der Wattepröpfe eingeführt hatte, missglückten gerade die Uebertragungen auf Eiweiss leicht durch die Verunreinigung mit Heubacillus). Ich habe den Fäulnissbacillus in mehr als 40 Generationen gezüchtet; ich habe ihn von F. P. A. auf Eiweiss, gekochtes Rindfleisch und von hier zurück auf F. P. A. übertragen, ohne dass sich sein Aussehen und seine Eigenschaften irgendwie geändert hätten. Eine Eigenthümlichkeit fiel mir bei diesen Ueber- tragungen auf, dass nämhch, wenn in Eiweiss oder Fleisch- kolben die Fäulniss einigermassen weit gediehen war, das Mikrobion daraus mehrfach nicht mehr zum Aufkeimen zu bringen war. Fäulnisswirkung des Bacillus saprog. Nr. i ohne Luft. In die Mitte eines rohen Eies wurden unter den betreffenden Cautelen 0,3 CC einer mit sterilisirtem Wasser aufgeschwemmten Kultur des Bacillus eingespritzt, das Ei versiegelt und in den Brutkasten neben ein anderes gelegt, in welches zu gleicher Zeit zur Controle der Cautelen ebenso viel destillirtes Wasser, (natür- lich sterilisirtes) gespritzt war. Nach 9 Tagen geöffnet, zeigte sich](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22301653_0083.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)