Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke.
- Eugen Sierke
- Date:
- 1874
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Credit: Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke. Source: Wellcome Collection.
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![ntetfd^er getDcfen mx, %ik !Dret fc^ttjtegen fttüe, mit; benn td^ mar nunmehr ganj 5(uge. DJ^ittlermeUe mürbe btefe burd^ bte jufäütge ^Da^mifd^enfunft ber Gräfin unterbrodben, metd^e, nacbbcm fie nod^ etmaö mit 3J?eömern ge]*brod£)en, ben :33auer mit gemö^nüdber (Stimme fragte: „iföeffen Untertan Bift!i)u?'' tiefer fagte: „(Surer, (^ro^mädbtige Gräfin.'' 5tuf bie stt)eite grage: „3Ba^ fe^U S)ir?'' erfolgte bie Slntmort: „gcb l^cibe oor fed)^ Sodben bei einem ^b^ftigen (Sturmminbe mein (^e:bi^r oerloren, mel(^eö mir biefer §err ^b^er eben je^t mieber gab» ^ie (Gräfin na^b^ nod) ein 3)^al oon 9}k6mern 3lbfdbieb nnb entfernte ftdb; mir 3Sicre aber blieben nodb immer fte^ben, bi^ enblid; OJ^e^mer oon felbft anfbörte nnb mid; er(ud;te, bem ^Bauern in fagen, er mödbte fidb im Sdbloffe ein Stüdlc^en ^aummolle geben laffen, ftdb bamit bie oerfto)3fen nnb fidb, möglidb, nid;t leidbt Änben au^fe^en» 92adbl;er begleitete idb OJle^mer bi6 an bie tnti'dbe, nnb er fd)ieb oon nn^ allen nidbt o^ne 9ftübrnng. ^ßad bie gan^e !i^auer be^ ^JO^agnetifirenä biefeö Stauben anlangt, fo foll fie überbanpt ni(^t oiel über eine ^albe Stnnbe gemäbrt ^aben, oermut^^ li(^ meil bie ^ranfbeit nodb nidbt p f^b^ eingemurjelt mar» 6) !Der S3aron ^oreqfb be §or!a felbft» ^Dag ^O^e^mer fidb ade erbenflidbe OJ^übe gab, nm benfelben, aU ben eigentlicben nnb einzigen (^egenftanb feiner ©nlabung nadb 0^obom, für bie ^inmirfungen bed DJ^agnetiömu^ empfänglidb in machen, lägt fiel) ’ leidbt benfen» ^ie erften fünf Xage mar alleö d)?agnetifiren, ja fogar ba^ ju ^ilfe ge^ nommene (glettrifiren, ohne nnb mit SOZagnet, ganj oergeblicb, fo bag ber ^aron mehr alö ein d)Zal in nnö fagte: eö mügte ibn nidbt menig oerbriegen, bag fo oiele anbere Öeute fo Vielerlei, er aber gar 91idbtd empfänbe» 5lm fünften 5lbenb fagte er ba^ Dtämlidbe OJie^mern in’d (^efidd, meld;er barauf ermiberte: „@ben barau^ fonnen Sie feben, bag Sie nidbt neroenfranf finb» (5rft ber fedbfte 5lbenb mug mern einige §offnnng gemadd haben; benn alö er ihm beim 3)2agne^ tifiren mie jonft an ben ^ulö fühlte, rebete er ben iBaron fo an: „^ebulb! Sie follen fd;on in ber golge (gtma^ fühlen» 3)en ganzen folgenben Xag fchien 3}Ze^mer6 23orherfagung nid;t in ß-rfüllung gehen in moden» 5lm f^äten 5lbenb fndhte er bie (Gräfin in (^egen^ mart mehrerer 5)auögenoffen anf ben fünftigen für fie traurigen ä)lorgen gefagt p mad;en» Sie fchien anf feine Sßorte nid;t mehr](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003313_0112.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)