Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke.
- Eugen Sierke
- Date:
- 1874
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Credit: Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke. Source: Wellcome Collection.
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![fd;a^ beftanb auö einem :^cbräild?en unb einem gried^ifd;en ^ibelte^dc unb — au^ ben umfanglid^en 9^egiftern jn [einen eigenen Serfen^ bie er für (Zitate an^ früheren ^b^riften ftet^ jur |)anb :^aBen mn^te, um ber ä)Kd;e ^eitranbenben ?lad)b(ättern6 überI;oben ju fein.*) @eine (^arberobe mar fe^r einfad^, aber fauber. 3n ber Ü^egel trug er einen fc^marjen ©ammetrod, fobalb er fid; an^erl;alb feiner Sßo^^nung befanb, über ben er im Sinter einen furzen ^etj an6 dlemu tt;ierfed jog. 3tnd; in feiner Säfd)e toar er forgfältig unb nur feiten fam eö bor, bag er in ber 3^^fl^^uung an feinem 5ln^uge etma^ oer^ fa(;. 3ebenfall^ l;atte er in feinem 5leugern 9]id)t^, maö an ben 0onberling erinnern tonnte. 5lud^ in feinem ^enel;men anbern Renten gegenüber oerrietl; er nid)t ba^ minbefte 5luffällige. Side feine 3eil9^n‘?ff^n fd;ilbern i^n al6 einen au^erorbentlic^ befd^eibenen unb burc^ feine 5lnfbrud)^lofig^ feit fe^r geminnenben SJ^dnn, ber niemals mit renommiftifd;er 5lufbring= lii^feit auftrat unb namentlid) oon feiner Begabung anbern ^erfonen gegenüber nur bann fbrad^, menn er bajn birect anfgeforbert mürbe, ©a^ er an feine 33ifionen in ber ^^at glaubte, fann nidt bejmeifelt merben. !^)ie faft Ünblid^e 5^aioetät nnb unbefangene §armlofig!eit, mit ber er über biefelben auf ^Befragen luöfunft lu geben liefern bafür ben iöemei^. 5^ören mir über biefen 'ipunft einige Urt^eile oon Renten, bie mit i^m fjerfönlic^ oerfe^rten. ift j. ein oorne^^mer (Sd^mebe, ber 0^eid^§rat^ ^Inbreaö |)ö)3fen. ^^erfelbe mar fein nnbe^^ bingter 5ln^änger ©mebenborg'ö, fdbät^te ii^n aber anö |jerfönlid;en 9^üdfid)ten fe^r ^od; nnb befnebte i^n pnfig. §ö|)fen fragte i^n einft, marum er oon feinen (^efid^ten unb ^Denfmürbigfeiten überl;aubt (5tmaö an bie Deffentlid^feit gebradd l;abe, ba fie bod; fo oieleö i^ä^erlid^)e auf feine Scl;re p merfen fd^ienen unb i^m alfo nur fd;aben fbunten, ©mebenborg antmortete l^ieranf mit ber größten geierlicbfeit, bag er ^efel;l oom l;abe, fie befannt ju mad^)en unb bag biejenigen, meld^e i^n beömegen läd^erlidb mad;ten, eine Ungered^tigfeit gegen il^n begel^en mürben, „^enn/' fagte er, „mie follte ic^, ber id^ ein aJiann bei 3a^ren bin, mid; felbft lädberlid^ mad;en megen bloßer ©inbilbungen nnb *) 3n feinem ©artenbaufe fob fvübev aüerbingS feine SSibliotbet, nnb jmav eine recht gnte, anfgefteüt gemefen fein. 2Babrf(i;einti(h entänBevte er [ich foäterbin ber^ feilen, al^ er fid; mit metaobhÜf<h^» ©h^cnlationen 311 befc^äftigen begann.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003313_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)