Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke.
- Eugen Sierke
- Date:
- 1874
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Credit: Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke. Source: Wellcome Collection.
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![man i^n Befud^te unb ]'o galant er felBft in feinem 2(lter nod; gegen ba^ ireiBlid^e @>ef(^led;t fid; ju Benehmen njii^te, fo ^egte er gegen 'I^amen, bie if;n in feiner iß}ol;nung tro^l red}t l;äufig auffudi)ten, um ron il;m entireber 2lnlfnnft üBer iBerftorBene in erl;alten ober i^re 'Jtengier ^n Befriebigen, ftetö ein tiefeö SOligtrauen unb empfing fold;e iBefud;e nie anber^ al6 in (^egentrart feiner ^an^^älterin, ber ®ärt^ neröfran, „benn/^ fagte er, „granenjimmer finb liftig; fie fönnten rorgeBen, baj^ ic^ i^re nähere S3efanntf(^aft fuc^e; unb außerbem treig man, bag folcBe ^erfonen rerfe^ren unb rerbrel;en, inaö fie ^ören nnb nid;t Begreifend'*) ^er Slrgtro^n gegen baö lreiBlid;e (^efc^lec^t, beffen ®efellfd;aft er fonft übrigen^ fe^r gern mod)te, flammt trd^l.i'on einer trüBen gugenberfa^rung l;er, bie für baö gan^e f)3ätere Öeben ^mebenBorg’^ einen Bitteren iJtad;gefd;mad jurüdlieg. dx ^tte nämlid; in feiner gitgenb eine ißraut gehabt, bie er el;elid;en irollte. !^a fie i^n aber fd)mä^lid; ^interging, irar er genöt^igt, fie aufjugeBen. :^iefe ^r^ fa^rung ^atte il;n ol;ne einem tiefge^enben ^effimi^mu^ gegen bie grauentrelt erfüllt unb ^ur 33orfid)t im 33er!e^r mit i^r Betrogen, unb fie erllärt e^ and} trol;l, tre^BalB ^trebenborg fein ganje^ is^eben ^inburd) ein §agefto4 Blieb. StrebeuBorg’^ ®efid;te unb feine angeBlid;e ^irination^gabc mad;ten übrigen^ aud; im 2(u^lanbe 2luffe^en. — (Slifa r. b. 9?ede, bie geiftrolle greunbin S^iebge^, erjä^lt in i^ren 3^ad)rid)ten über lioftro (troron f^äter ^enauereö) trie mächtig auf i^r (^emüt^ bie iJtad;=^ rid;t reu ben truuberbaren ‘$robl;ejeiungen (2irebeuBorg’6 getrirft unb fie mit frommen «Sd^auern erfüllt l;aBe unb trie auf fie, fo ^atte fid;eiv lid; nod) auf riele Xaufenb anbre (^emüt^^er be6 norbifd;en (Se^er^ 2^reiBen benfelBen (Sinbruef gemad^t — Öarater in 3ürid}, ber eine förmtid;e ^knie für alle^ UnBegreiflid;e, D^ät^fel^afte unb Ueberfbannte ^atte unb an allen möglid;en (^eifterfbuf fteif unb feft glaubte, fonntc natürlid; eine (Srfdteiiiuug, trie ^trebeuBorg, nid)t unbeadttet laffen, dx Brad) bie (Gelegenheit rom 3^^une, um fid; mit i^m in 3Ser^ Binbung in fetten, iubem er an il;n fd;rieB unb um 2luöfunft über ba^ 0efiuben einiger rerftorbener greunbe Bat ^ie ißriefe, bie in *) Safel, Utütnben :c. HI. 2>. 20.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003313_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)