Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke.
- Eugen Sierke
- Date:
- 1874
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Credit: Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke. Source: Wellcome Collection.
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![iDte ^ant in ber oBenevtna^nten (^d^lu^Bemerfung fid^ an]d)einenb geneigt jeigt, foId)en ^ärc^en (Stauben Beijumeffen; benn inenn er baran gejmeifelt t;ätte, irürbe er tro(;( nid)t unterlaffen ^aBen, feinem ^treifel in einer fritifd^en ^emerfnng 3tuöbrud ju geben, mojn er in biefem gade um fo me^r ^Seranlaffung I;atte, ba er boc^ im Uebrigen Smebenborg nur aU einen (^(^märmer unb 33ifionär be^anbelt !föaf;renb 0mebenBorg in ber Saientrelt ^au^tfäd)Iic^ burc^ bie ebenermä^nten abentenerlid;en Stnefboten okulär tonrbe, teufte er bie 5fufmerffamfeit ber ^efe^rten burd^ feine ^erfe auf fid^. (5^ ift bereite ermähnt morben, meld^e eine abnorme 3frbeit^fraft er befa^ nnb mie bie iBücber unter feiner geber faft im §anbnmbrer;en entftanben. 2Son bem IngenbUde an, in ioef(bem <Stoebenborg fid; ganj bem 3en^ feit^ jutoenbete, mürbe feine ‘ißrobnctioität aber nod) eine mefentlid; gefteigerte. — 5Ibgefel^en baoon, bag feine bei Mjeiten erfd;ienenen ^Berfe t^eoIogifd;en gn^alte^ 13 oofuminöfc Ouartanten anfüden, ^atte er nod; 100 gefcf)riebene goliobänbe brndfertig ^interlaffen unb ^mar in Iateinifd;er (Sprad^e, in ber and) feine übrigen t^eofogifd^en (gd)riften oerfa^t maren. Taß ^D^erfmürbigfte babei ift, ba^ ©mebenborg ade feine t^eofo^^ifd^en nnb and; einige feiner naturmiffenfd^aftdd^en ^r== beiten auf eigene Soften erfd;einen de§ nnb für ben bnd^^änblerifd^en 33ertrieb faft gar nichts t^at Sobalb ein Serf erfd;ienen mar — bie meiften finb in §odanb gebrudt unb jmar in fef;r fplenbiber ^nö^ ftattnng — madde er fid; baran, an ade feine greunbe unb 5Inr;änger ^;:emi3(are, oft fogar in größerer gratis ^n oerfenben mit bem Sluftrage, in i^rer Verbreitung unb SJiitt^ediing an (^eler;rte nac^; Kräften bei^ntragen. 5lber bamit begnügte er fic^ feine^meg^. (^teid;^ zeitig überreid;te er bann and; aden Unioerfitäten, 31fabemien, gefe^r^ ten Vereinen nnb Unioerfität^fe^rern, oon benen er oorau^fe^te, ba§ fie feinen S^ecufationen Vead^tnng fd;enfen mürben, feine Vüc^er unb forberte fie babei mo^f and; auf, fic^ über feine 3)?einungen nnb Beirren öffentdd; oerner;men 511 (affen. V3aö bann nod; oon ber 5(uf^ (age übrig blieb, .befamen bie Vud/(;änb(er, bie bie foftffjiedgen nnb feltenen Vüd;er natürlid; mit einem anfe^nlid^en 3(ufge(be (oöfd()(ngen, fid; im Uebrigen aber um ben 2(utor menig fümmerten, fo lange fid; biefer nid;t oon felbft bei i^m melbete, ma^ mo^l nur in ben allere feltenften gäden eintrat, ba (Smebenborg oiel in fe^r mit ber anbern](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003313_0056.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)