Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke.
- Eugen Sierke
- Date:
- 1874
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Credit: Schwärmer und Schwindler zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Eugen Sierke. Source: Wellcome Collection.
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![Jommener, Bi^ [ie enbltd; fo bottfcmmen, bag \k in ben §imme( auf=^ genommen unb (5nge( roerben, ober im (^egent^eii immer i^ümmer unb enblidi) 0atan nnb S^enfeL l^leine unb unmünbige ^inbcr, )ie mögen oon frommen ober Böfen (Eltern fein, fommen alle gleid^ in ben §tm^ meL ^ort merben fie in bie (Sd;nle geBrad;t nnb bie grauen, nid;t bie 2}^änner, üBernä^men ba i^re pflege unb (Sr5ie(;ung. ®ie £inber, fotoo^)l tnaBen iD?äbd;cn, toac^fen Biö ju i^rem reifen 5dter unb fobann fe^fe i^nen nie eine |:affenbe (Gelegenheit jum §eirathen. 5le(teV al^ ettoa 25 ga^re toerben fie nid;t unb fo BleiBen fie auch Bi^ in (Stoigfeit. 3Ba^ nod; tröfdid;er lautet, ^eute, bie in biefer ^elt dlt geworben, finb im §immel mieber Jung, nnb fo h^t nnfer f^ehrer in biefer Seit 3}iütterdhen gefannt, bie frumm unb ayf Brüden geftü^t h^^iiitiltod;en, in ber ©eiftertoclt aBer bie ooll^ fommenften Kräfte ber mnnterften gngeno, unb ben ungleid; er^ höhten $Rei5 ber @dl)önheit micber Befaßen. mirb bort SJiufif gehört. Ja e^ fehlt fogar nicht an @d;anf|3ielen, unb man i^t nnb trinft ganj ungemein belicat unb ^räd;tig. (Sin iBeifpiel hicv=^ für h^l ^wf ben erften (Seiten ber genannten (Schrift gegeben, too er er;^ählt, ba^ bie 'il3atriard;en nnb 2lpoftel mit ihren grauen einen 5)of]chmauö wnb an anbern Stellen fchilbert m fogar in auöführlid;fter Seife glän^enbe :53anfette oon gürften unb llönigen! gm gioeiten %^t\k biefer Schrift mirb bann bie Buhlerifi^e öieBe in fo berBer Seife unb mit fold;er Dtadtheit gefd^ilcert, ba^ man barüBer in gerathen fann, oB ber eigentlid;e Biefer (Dar^ ftellung nid;t oielmehr ein ^innenreij aU eine 2lBfd;redung gemejen fei! Sie er fid; ben §imniel oorftellte, bürfte au^ bem 23orangefd)idten genügenb flar geworben fein. §ier mag nun au(^h nod; eine Stelle auö feiner enthüllten SDffenBarung reprobucirt merben, in meld;er er fid; fpeciell über bie ^efdmffenheit ber (Sngel au^|prid;t. (S^ h^^fel bort auf Seite 10: „gn ber (Shriftcnheit meip man nid^tö baoon, ba6 §immel unb §ölle au^ bem menfd;licBen (Gefchlecht Beftehe; benn man glaubt, bap bie (Sngel am Einfang erid;affen feien, unb ba^ btefe ben §immel au^madhen; aud; bag ber Seufel ober ber Satan ein ^ngel be^ Öid;t^ getoefen, ber aber, toeil er ein D^teBell getoorben, mit feinem 5lnhang geftür^t, nnb ba^ baher bie §ölle entftanben ift. ©ap ein fold^er Sahn unter ben (Shriften h^^n*fd;t, barüBer fönnen fid; bie](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003313_0064.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)