Die Haemathidrosis, oder, der blutige Schweiss : nebst Mittheilung eines wichtigen Krankheitsfalles : der medizinischen Fakultät der Universität zu Breslau gewidmet / von Johann Jacob Heinrich Ebers.
- Ebers, Johann Jacob Heinrich.
- Date:
- 1856
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Credit: Die Haemathidrosis, oder, der blutige Schweiss : nebst Mittheilung eines wichtigen Krankheitsfalles : der medizinischen Fakultät der Universität zu Breslau gewidmet / von Johann Jacob Heinrich Ebers. Source: Wellcome Collection.
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![erhärtet und ti'ockener, als Ej^ulerniis eine mehr oder weniger scharfe Isolirung bildet (II. 4? 521. S. G9 . Epidermis und Epithelium erscheinen als ein und dasselbe Gewebe, beide bestehen aus Zellen, die wesentlich nicht von einander verschieden gebildet, und will man auch annehmen, dass die Epidermis als eine in sich innigere Zusanimen-Vcrbindung, als eine feste Membran erscheint, letztere, das Epithel, in ihrer Verbindung schwieriger als ein zusatninenhäugendes Gewebe dargestellt werden könne, so wird doch an der Identität beider Häute nicht zu zweifeln sein. (Henle, Hassal.) Beide, Epithel und Epidermis erscheinen unter den eigenthümlichen Beschalfeidieiten, als kegelförmi- ges nacktes Flimmer-Epithel; Entwickelung, Vermeh- rung; Reproduktion folgt gleichen Gesetzen. Das Epithel steht überall mit den ihm unterlie- trenden Theilen naxdi seiner Struktur in keiner unmit- telbaren Verbindung, und enthält von ihnen weder Nerven noch Blutgefässe. Beide erscheinen als der nächste Schutz der von ihnen bedeckten Theile, und indem sie mit einigen der wichtigsten Thätigkeiten des OrganismAis — der der Sekretionen — so wesentlich in ]\Iitleidenscliaft kommen, ist ihr Nutzen, weit ent- fernt — wie wohl von älteren Physiologen angenom- men wurde — als nur passiv betrachtet Averden zu können — ein wahrhaft aktiver (Carus, Günther, Funck, Henle, Wendt u. A.) Aber weit tiefer, wie die Theile des eben gedach- ten Hautsystems, greift die ihm zunächst unterlie- gende Organisation der Haut in das Leben ein. Die Cutis ist in besonderer Beziehung der Ernährer und Erhalter der Epidermis, ist sie auch nicht der alleinige — oder vielleicht gar nicht der Grund ihrer M et amor- ph osen, wenn auch pathologische Zustände der Cutis — Degenerationen der Epidermis veran- lassen. Die Lederhaut ist aber insofern das Bildungs-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22323478_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


