Auge : Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie des Auges / Th. Axenfeld, A.-E. Fick und W. Uhthoff.
- Theodor Axenfeld
- Date:
- 1898
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Credit: Auge : Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie des Auges / Th. Axenfeld, A.-E. Fick und W. Uhthoff. Source: Wellcome Collection.
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![logen fassen die Molluscumkörperclien als Degenerationsprodukte der Zellen, nicht als parasitäre Gebilde auf (Panas, Michel u. a.). Gutartige Epithelgeschwülste, von den Drüsen ausgehend. 1. Adenome: Wir kamen aus den Arbeiten von Fuchs (Arch. f. Ophth. XXIV, 2 S. 121), ßaldauf (Dissertation, München 1870) und Bock (Wiener klin. Wochenschrift), wie sie von Salz mann (1. c.) citiert werden, ferner von Gosselin (Gazette des hospitaux 1880, nach Bock [8]), zweifellose Adenomen der Meibomschen Drüsen. Sie bilden lang- sam wachsende, derbe Knoten im Tarsus, die wie Chalazien aussehen können, aber diese schliesslich doch an Grösse übertreffen und dadurch histologisch kenntUch sind, dass sie nicht aus Granulationsgewebe, sondern aus von grossen Epithelzellen gefüllten, meist durch Septen yon einander getrennten Acini bestehen, die ganz denen der Meibomschen Drüsen gleichen und mit ihnen zusammenhängen. Ein deutliches Lumen zeigen diese Acini nicht, wohl aber oft Zerfall der im Centrum gelegenen Zellen. Über den ebenfalls nahestehenden Fall, den Salzmann selbst 1891 be- schrieben hat cfr. S. 39. Es liegen ferner Fälle vor, in denen ein Adenom einer tarsalen Schleimdrüse (acinotubuläre Drüse Krauses) bestand^). Diese durch ihre Lage resp. Ursprung im hinteren Teile des Tarsus charak- terisierte Geschwulst war darum von der ersterwähnten sicher zu trennen, dass sie vorwiegend aus tubulösen Drüsenmassen bestand, wie solche in den Kraus eschen Drüsen gefunden werden. Sie hatte ungefähr die Grösse einer Haselnuss und prominierte stark nach innen gegen den Bulbus. Es giebt ferner Fälle von Adenom der modifizierten Molischen Schweissdrüsen; ein solches ist ebenfalls von Salzmann (1. c.) be- schrieben. Dasselbe war etwa wallnussgross und ging vom Lidrande aus besonders nach unten. Zwischen den tubulösen Massen war hier und da stärkeres fibromatöses Bindegewebe eingelagert. Die Struktur der einzelnen Schläuche war noch .insofern charakteristisch, als auf einer Basalmembran eine innere epitheliale Schicht aufsass, deren Zellen nach dem Lumen hin miteinander zu verschmelzen schienen. Auch das „Perithel, d. h. die aussen auf der Basalmembran aufUegende Schicht endothelialer Zellen war meist noch deutlich, während die den Schweissdrüssen eigenen glatten Muskelfasern an der Prohferation nicht teilgenommen hatten. (Nicht zu 1) Maauro, Adenoma delle glandole tarso conjunctivali di Ciaccio. Rivista internat. di Med. e Chir. Vbl. IV. Nr. 4. p. 209. Rum sehe witsch, Zur Onkologie der Lider. Monatsbl. f. Augenh. 1890. Okt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635249_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)