Auge : Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie des Auges / Th. Axenfeld, A.-E. Fick und W. Uhthoff.
- Theodor Axenfeld
- Date:
- 1898
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Credit: Auge : Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie des Auges / Th. Axenfeld, A.-E. Fick und W. Uhthoff. Source: Wellcome Collection.
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![[iinern <les Auges vollkommen üboreiiisliminte. Ob unigekelu-l vom Selj. nerven aas durch den Tenonsehen Raum eme Infektion der vordereu Uvealteile möglich ist, wie dies auf Grund der Versuche Deutsch man ns und Giffords von Brayley zur Erklärung des häufigen Beginnes der Entzündung in den vordere]! Uvealteilen angenommen wurde, lässt sich bisher nicht sagen. Dass aus den meningealen Rcäumen Mikroorganismen auch ohne Zuhülfenahme des Sehnerven durch die Lyraphspalten der Fissura supraorbitahs in die Orbita eintreten können, hat Axenfeld (1. S. 119) mit Sicherheit bei einer Pneumokokkenmeningitis nachweisen können. Die Kokken liesseu sich aber nicht bis zum Auge hin verfolgen. In dem- selben Falle waren auch die Selmervenscheiden bis vorn hin mit massen- haften Pneumokokken versehen, doch, ohne dass dieselben in die Lamina cribrosä und das Augeninnere eindrangen; dagegen war in der einen Pa- pille eine frische kapillare Kokkenembolie nachweisbar. Es ist dies für die Frage der sympath. Oplith. insofern von Interesse, als bei längerem- Bestehen die Kokken in der Scheide mit den wuchernden Kokken und der Papille zusammentreti'eu können, ohne dass daraus gleich ein Übci- gang der Infektion von den Scheiden aus geschlossen werden könnte. über die Frage, ob die sympathische Ophthalmie durch eine spezi- fische Mikrobenart hervorgerufen wird, lässt sich nach dem oben Gesagten natürlich nicht beantworten; die von Sattler früher beschriebene Form ist inkonstant und liefert keine sicheren Impfresultate. Deutschmann und Panas (Traite des maladies des yeux. 1894) neigen jetzt dazu, einer ganzen Zahl von Mikroorganismen die Fähigkeit zuzusprechen, sympatlii- sierend zu Avirken. Die pathologisch-anatomischen Veränderungen sowohl im sympathi- sierenden als im sympathisch erkrankten Auge sind, abgesehen von dw ursächlichen Verletzung u. s. w. regelmässig die einer plastischen Entzün- dung der Uvea, an welcher sich die übrigen Augenteile mehr oder weniger beteihgen; in der Mehrzahl der Fälle kommt es zu Ilächenhafter Verwach- sung zwischen Iris und Linse, zur Bildung cyclitischer Schwarten und schliesslich zur Erbhndung. Auffallend häufig ist eine diffuse, sehr be- trächtliche Verdickung der ganzen Aderhaut durch Infiltration. Genauere Zusammenstellungen enthalten die citierten Arbeiten von Schirm er und Panas.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635249_0250.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)