Das primäre Karzinom der weiblichen Harnröhre ... / vorgelegt von Alexander Freiherr von Engelhardt.
- Engelhardt, Alexander (Alexander Conrad Moritz), Freiherr von, 1885-
- Date:
- 1912
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Credit: Das primäre Karzinom der weiblichen Harnröhre ... / vorgelegt von Alexander Freiherr von Engelhardt. Source: Wellcome Collection.
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![der Erkrankung meistens schon hochgradig geschwächt und kachextisch ist, und zudem eine Radikaloperation so gut als ausgeschlossen ist. Aus diesen Erwägungen resultiert zur Evidenz, dass es in erster Linie darauf ankommen muss, so frühzeitg als möglich, operativ einzugreifen, um ein befriedigendes Re¬ sultat zu erhoffen. Es hat sich ferner gezeigt, dass von einer anderen T he- r a. p i e , wie Kuretage, Galvanocaustik, oder vor Anwen¬ dung von Aetzmitteln, zur Beseitigung -eines malignen Harnröhren tumors nach B u r c k li ar dt dringend zu war¬ nen ist, ebenso bietet die auf endo-urethralem Wege vorge¬ nommene Exision keine Möglichkeit einer gründlichen Entfernung. Was die von Davenporth [23] und anderen angewandte Radiumbehandlung betrifft, so sind auch mit ihr, wie auch durch die Röntgenbestrahlung [24] keine greifbaren Erfolge erzielt worden. Es handelt sich daher, da der Harnröhrenkrebs, wie je¬ der andere, stets bis ins Gesunde hinein exstirpiert werder soll, darum aus der Zahl der mannigfaltigen, hier ange wandten Oper a t ions a r t e n, welche zweckdienlich ii 2 Gruppen zu betrachten sind, nämlich, ob es möglich ist ’ 1 den Sphinkter zu erhalten, oder nicht, die erfolgreichste zu wählen. Hat die Neubildung ihren Sitz in dem peripheren Tei der Urethra und ist eine Mitbeteiligung des Sphinkter und der ihn umgebenden Gewebe auszuschliessen, so hau delt es sich im Wesentlichen darum, den Tumor bis in Gesunde herauszuschälen und mit dem erkrankten Teil de Urethra zu resecieren; die Harnröhrenschleimhaut wir« mit der Vaginalschleimhaut vereinigt, der centrale Stuinp nach unten disloziert und an der Vulva fixiert. Es ge lingt, da der Spliinker intakt bleibt, bei dieser teilweise; Reseetion der Urethra, fast immer die Kontinenz zu erlial j ten. E h r e n d o r f e r findet nach diesem Eingriff 6 me Heilung und Kontinenz. K a r a k i weist llmal das Gleich nach, jedoch wurde in einem Falle, zwecks Erhaltung de Kontinenz, die von Gersung44) empfohlene Drehun des Urethralstumpfes um 270°, vorgenommen. In unsere:](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30618800_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


