Erfahrungen über die vaginale Totalexstirpation des Uterus wegen maligner Erkrankung desselben / von A. Gusserow.
- Adolf Gusserow
- Date:
- [1891?]
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Credit: Erfahrungen über die vaginale Totalexstirpation des Uterus wegen maligner Erkrankung desselben / von A. Gusserow. Source: Wellcome Collection.
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![16 lebend und gesund, frei von Recidiv 12 waren gestorben und zwar 11 an Revidiv und 1 an Pyelonephritis in Zusammenhang mit der Operation. 11 waren noch lebend, hatten aber schon Recidive. 11 waren unauffindbar. Von den 16 Lebenden welche bei der letzten Untersuchung resp. Nachricht vollkommen gesund waren, kann 1 jedenfalls als vollkommen geheilt betrachtet werden, da bereits 8 Jahre nach der Operation verflossen sind. Bei 1 ist nach 4'/2 Jahr noch kein Recidiv aufgetreten. Bei 2 ist die Operation vor 8 Jahr resp. 3 Jahr 2 Monate vorgenommen [hierher muss ausserdem auch die Frau J. gerechnet werden, die ich unter die 12 Verstorbenen angeführt habe, denn dieselbe ist 8 Jahr nach der Operation an Pyelonephritis gestorben ohne ein Recidiv gehabt zu haben vergl. Charite Annal. 1890]. 5 Operirte waren noch nach 2 Jahren resp. 2 Jahr und 3 Monaten vollkommen gesund. 6 nach 1—1 Jahr 7 Monaten. 1 nach 8 Monaten. Was die 12 nach der Genesung von der Operation später Gestorbenen anlangt, so ist 1 (s. oben) nicht an Recidiv gestorben; die 11 anderen sind sämmtlich an Carcinom zu Grund gegangen, so weit sich feststellen liess, meistens an Carcinom des Becken¬ zellgewebes. 4 dieser Kranken sind 1—1 Jahr 5 Monate nach der Operation gestorben, nachdem sie längere Zeit gesund und recidivfrei gewesen waren (1 davon 1 Jahr lang, ein 2. fast 1 Jahr lang), die Uebrigen 7 sind 4—7 Monate nach der Operation an Carcinom (einmal Carcinom d. Ovarien) zu Grunde gegangen. Je kürzer der Zwischenraum zwischen der Operation und dem „Re¬ cidiv“ im Beckenzellgewebe, je mehr hat man wohl Grund anzunehmen, dass es sich nicht um ein wirkliches Recidiv gehandelt hat, son¬ dern einfach um Weiterentwickelung kleiner, makroscopisch nicht wahrnehmbarer Reste von Carcinommassen, die bei der Operation nicht entfernt wurden; eine Anschauung, die auch darauf hin¬ weist, so früh wie irgend möglich zu operiren. Das Gleiche dürfte wohl auch aus denjenigen 11 Recidivfällen hervorgehen die bei der zuletzt stattgehabten Untersuchung noch am Leben waren. Von diesen sind 9 innerhalb 2—9 Monate nach der Operation wieder carcinomatös erkrankt und zwar trat 8 mal die Erkrankung in der Narbe oder im Beckenzellgewebe auf, es handelte sich also wohl nicht um Recidive im strengen Sinn. Einmal traten 21/2, Monat nach Entfernung des Uterus wegen Sarcom](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30586045_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


